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	<description>Ein Toyota Hiace nimmt uns mit um die Welt</description>
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		<title>Heimreise</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jan 2013 18:31:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara &#38; Didier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Daheim, 28.01.2013, 55&#8217;000 km Liebe Leute, um es vorweg zu nehmen: Wir sind wieder zu Hause, und das schon seit einigen Monaten. Kopfüber landeten wir im Schweizer Alltag, schneller als uns lieb war. Jetzt aber wollen wir Euch noch das Ende unserer wunderbaren Geschichte erzählen. Unsere Abfahrt aus London erfolgte kurz nach den olympischen Spielen. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pfusbus.com&#038;blog=17748321&#038;post=1158&#038;subd=pfusbus&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Daheim, 28.01.2013, 55&#8217;000 km</p>
<p>Liebe Leute,<br />
um es vorweg zu nehmen: Wir sind wieder zu Hause, und das schon seit einigen Monaten. Kopfüber landeten wir im Schweizer Alltag, schneller als uns lieb war. Jetzt aber wollen wir Euch noch das Ende unserer wunderbaren Geschichte erzählen.</p>
<p>Unsere Abfahrt aus London erfolgte kurz nach den olympischen Spielen. Wir machten den Pfusbus zum letzten Mal so richtig reisefertig und starteten in Richtung Süden. Nach so viel Sport stand noch einmal ein wenig Kultur auf dem Programm und wir besuchten in Südengland das berühmte Stonehenge. Obwohl touristisch maximal ausgeschlachtet, ist der Steinkreis trotzdem hochfaszinierend und auch ohne Ticket eine gute Sicht auf das Weltkulturerbe möglich. Als Camper hatten wir zudem noch einen weiteren Vorteil: Auf einem Nebensträsschen mit bester Sicht auf die mystischen Steine war campieren nicht verboten. Nicht nur wir, sondern auch zahlreiche andere Camper liessen es sich nicht nehmen und verbrachten die Nacht in Sichtweite. Eine Art Gesetzeslücke innerhalb der in Europa üblicherweise so stark regulierten Touristenströme ermöglichte uns noch einmal einen ganz speziellen Pfusplatz.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1161" title="IMG_5516" alt="" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/09/img_5516.jpg?w=500&#038;h=375" width="500" height="375" /><br />
Spektakulär und mystisch.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1162" title="IMG_5520" alt="" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/09/img_5520.jpg?w=500&#038;h=386" width="500" height="386" /><br />
Prima Pfusplatz so nah an Stonehenge.</p>
<p>Per Schiff nach Calais und dann in Richtung Belgien ging es weiter. Ein Zwischenhalt in Brügge machte uns wieder einmal die sprachliche Komplexität deutlich. Wie spricht man mit einem Flamen? Die Deutschen mögen sie nicht, die Franzosen auch nicht. Englisch? Ein bisschen touristisch. Also bestellten wir die Waffeln auf berndeutsch und das funktionierte bestens. In Lokeren machten wir den nächsten Zwischenhalt bei Barbaras ehemaligem Geschäftskollegen, Romain Cools. Ein Apéro folgte dem nächsten, wir wurden fürstlich mit lokalen Spezialitäten bewirtet, im Gästezimmer einquartiert und stellten einmal mehr erfreut fest, dass Gastfreundschaft auch in Europa gross geschrieben wird. Eine Velotour in der idyllischen Umgebung inkl. Fussballstadionführung rundete das Programm ab und wir machten uns weiter auf in Richtung Utrecht, wo schon der nächste Besuch anstand.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1163" title="IMG_5523" alt="" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/09/img_5523.jpg?w=500&#038;h=375" width="500" height="375" /><br />
Da kam doch ein bisschen Wehmut auf. Ein Grimaldi Frachter wie unsere Grande Amburgo im Ärmelkanal.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1167" title="IMG_5533" alt="" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/09/img_5533.jpg?w=500&#038;h=375" width="500" height="375" /><br />
Der schiefe Turm von Brügge?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1168" title="IMG_5527" alt="" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/09/img_5527.jpg?w=500&#038;h=375" width="500" height="375" /><br />
Restaurant Zum Pfusbus?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1169" title="IMG_5542" alt="" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/09/img_5542.jpg?w=500&#038;h=376" width="500" height="376" /><br />
Thanks Romain and Patricia for the great time wie spent with you!</p>
<p>Während der ganzen Reisezeit waren Bram und Anouk die beiden Personen, welche wir am häufigsten sahen: Zwei Mal in Argentinien, ein Mal in Chile und wieder in London. Klar besuchten wir sie nun zu Hause in Holland. Zusammen verbrachten wir viele Stunden quatschend auf dem Balkon (Marieke, welche wir auf der Osterinsel kennen lernten und ebenfalls in Utrecht wohnt, war ebenfalls mit von der Partie) und in Scheveningen, dem Strand von Den Haag. Eine Insiderstadtführung zu Fuss und per Pedalo in Amsterdam brachte uns Tags darauf  ziemlich ins Schwitzen, es herrrschten Temperaturen wie damals in der Gobiwüste!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1179" title="IMG_5605" alt="" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/09/img_5605.jpg?w=500&#038;h=375" width="500" height="375" /><br />
Team Land Rover nimmt Team Pfusbus herzlich bei sich auf.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1170" title="IMG_5546" alt="" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/09/img_5546.jpg?w=500&#038;h=375" width="500" height="375" /><br />
Holländer (fast) unter sich am Strand von Scheveningen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1171" title="IMG_5549" alt="" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/09/img_5549-e1348920209460.jpg?w=500&#038;h=656" width="500" height="656" /><br />
Viel Flugverkehr über der Nordsee&#8230;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1172" title="IMG_5568" alt="" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/09/img_5568.jpg?w=500&#038;h=375" width="500" height="375" /><br />
&#8230; und Schiffsverkehr in Amsterdams Grachten. Hier war kein Durchkommen mehr.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1173" title="IMG_5556" alt="" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/09/img_5556.jpg?w=500&#038;h=375" width="500" height="375" /><br />
Anouk navigiert, Didier pedalt, Barbara fotografiert. Bram bringt faule Sprüche. Arbeitsteilung auf dem Pedalo.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1175" title="IMG_5573" alt="" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/09/img_5573.jpg?w=500&#038;h=375" width="500" height="375" /><br />
Pfusboote in Amsterdam.</p>
<p>Als es am nächsten Tag noch heisser wurde, füllten wir unsere Kühlbox mit verschiedenen Flüssigkeiten und platzierten uns unter einen Baum an einem Kanal. Dabei blieb es. Nun schloss sich uns auch Rob an, den wir ebenfalls noch aus Patagonien kennen. Da wir uns nun schon JAHRE nicht mehr die Aare runter treiben lassen konnten, kam uns der Kanal gerade gelegen, wenn auch weder Fliessgeschwindigkeit noch Sauberkeit mit der Aare mithalten konnten. Gegen Abend kam der Pfusbus-Grill zum Einsatz und wir brutzelten einmal mehr zusammen Hamburger. Life is good.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1176" title="IMG_5579" alt="" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/09/img_5579.jpg?w=500&#038;h=375" width="500" height="375" /><br />
Abkühlung in der Ersatz-Aare.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1178" title="IMG_5590" alt="" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/09/img_55901.jpg?w=500&#038;h=375" width="500" height="375" /><br />
Utrechts Altstadt ist auch ein Bijou, allerdings liessen wir hier das baden sein.</p>
<p>Übrigens nach 29 Ländern auf dieser Reise hier die Auflistung, wo unsere Kreditkarten nicht funktionieren: Iran, Holland. Da staunt der Laie. Nach schwerem Abschied ging es nun zurück durch Deutschland, wo die Polizei in Zivil das fröhliche Autobahnkilometerfressen abrupt stoppte. Didiers Beteuerung, der letzte Marihuanakonsum liege mindestens 14 Jahre zurück, fand keinen Anklang und so musste der Plastikbecher auf dem Pannenstreifen halt gefüllt werden. Natürlich bestanden wir souverän.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1180" title="IMG_5612" alt="" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/09/img_5612.jpg?w=500&#038;h=375" width="500" height="375" /><br />
Der Empfang zu Hause klein, aber herzlich. Das grosse Wiedersehen fand ja schon bei unserer erster Rückkehr im Mai statt.</p>
<p>Alles hat ein Ende, und so fand unser Abenteuer nach fast eineinhalb Jahren auf Achse, 55&#8217;000 Kilometer mehr auf dem Pfusbustacho und unzähligen wunderbaren Erinnerungen im Kopf und im Herzen im August 2012 sein Ende. Wir sind unendlich froh, den Mut für so ein Unterfangen aufgebracht zu haben und dankbar für jedes Erlebnis, jede Erfahrung. Wir werden ein Leben lang davon zerren können.</p>
<p>Das eine Abenteuer ist zu Ende, das nächste hat bereits begonnen. Es ist das wertvollste Reisesouvenir überhaupt, hat bereits Hände und Füsse und wird voraussichtlich im April die Welt erblicken. Wir sind überglücklich!</p>
<p>Wir möchten allen Lesern unseres Blogs ganz herzlich danken. Wir haben in den letzten eineinhalb Jahre so unglaublich viel erlebt und es bedeutet uns viel, dass wir wenigstens einen kleinen Teil davon mit euch teilen konnten. Wenn ihr jetzt noch mehr von uns wissen wollt, müsst ihr vorbei kommen. Nuestra casa es su casa!</p>
<p>Liebe Grüsse<br />
Barbara &amp; Didier</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1194" alt="Foto" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2013/01/foto.jpg?w=500&#038;h=375" width="500" height="375" /></p>
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		<title>London 2012</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Aug 2012 16:27:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara &#38; Didier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[London, 12.08.2012, 53‘490 km Liebe Alle! Pünktlich auf die olympischen Spiele hin stellte der Regen ab und wir machten uns auf in Richtung London. Das Abschied nehmen in Astwood Bank fiel nicht einfach, doch drei Stunden später durften wir den Pfusbus bereits in Sichtweite des Wembleystadions in der nächsten Einfahrt parkieren. Wir hatten Claire und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pfusbus.com&#038;blog=17748321&#038;post=1112&#038;subd=pfusbus&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>London, 12.08.2012, 53‘490 km</p>
<p>Liebe Alle!</p>
<p>Pünktlich auf die olympischen Spiele hin stellte der Regen ab und wir machten uns auf in Richtung London. Das Abschied nehmen in Astwood Bank fiel nicht einfach, doch drei Stunden später durften wir den Pfusbus bereits in Sichtweite des Wembleystadions in der nächsten Einfahrt parkieren. Wir hatten Claire und Clive vor über einem Jahr in Usbekistan kennen gelernt und nahmen die Einladung, während den olympische Spielen bei ihnen in London zu campieren, sehr gerne an. Natürlich reichte campen nicht aus: Wir waren erneut sofort in den Alltag integriert.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1113" title="IMG_5245" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/08/img_5245.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Wandern in der Umgebung Londons mit Claire und Clive. Thanks for the great time with you!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1114" title="IMG_5496" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/08/img_5496.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Unser Pfusplatz für zwei Wochen in London.</p>
<p>Im Gegensatz zu den meisten Briten hatten wir dank Didiers hartnäckiger Websiteüberwachung Tickets für einige olympische Events ergattern können. Die Stunden dazwischen verbrachten wir in Public Viewing Zones oder vor dem Fernseher mit unseren ebenfalls sportbegeisterten Kiwi-Gastgebern. Wie sich herausstellen sollte, hatten die Neuseeländer denn auch deutlich häufiger Grund zum jubeln als wir. Nebst all dem Sport freuten wir uns aber vorallem auf viele altbekannte Gesicher: Barbaras britisch-schweizerischer Cousin Paul mit Freundin Giulia, unsere holländischen Freunde Bram und Anouk, unsere Schweizer Freunde Christin und Patrick und einige mehr fanden sich ebenfalls für die Spiele in London ein. Langweilig wurde es uns in zwei Wochen keine Sekunde.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1115" title="IMG_5329" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/08/img_5329.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Die coolsten Toiletten ever im „Sketch“.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1116" title="IMG_5325" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/08/img_5325.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Schon wieder einen 1. August verpasst!</p>
<p>Die sportlichen Highlights waren auch nicht ohne. Es begann mit Gruppenspielen im Volleyball der Damen. Als Volleyfans begeisterte uns besonders die Partie USA-Brasilien, Weltnummer 1 gegen 2. Hammer. Und wie sich herausstellen sollte, würden sich die beiden Mannschaften im Finale erneut gegenüber stehen.<br />
Einige Tage später stand Beachvolley, 1/8- Final auf dem Programm. Unsere Kenntnisse der Wahrscheinlichkeitsrechnung ergaben eine 50:50 Chance auf ein Schweizer Team in unserer Session. Leider nein. Etwas flaue Matches sorgten für eine eher magere Stimmung im ansonsten fantastischen Stadion auf der Horse Guards Parade.<br />
Allein das Wembleystadion war das Eintrittsgeld für den Damenfussball Halbfinal schon wert. Doch der erfrischende, technische Offensivfussball beider Mannschaften sorgte für ein spektakuläres Spiel mit einer glücklichen japanischen Mannschaft (oder Frauschaft?) als Sieger (in?).</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1117" title="IMG_5304" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/08/img_5304.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Hingucker. Definitiv. USA-Brasilien.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1118" title="IMG_5348" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/08/img_5348.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Hammerlocation, aber flaue Matches im Beachvolley. Gstaad, wir kommen!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1119" title="IMG_5433" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/08/img_5433.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Die Mutter aller Fussballstadien, das Wembleystadion&#8230;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1120" title="IMG_5439" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/08/img_5439.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
&#8230; auch mit 64&#8217;000 Zuschauern noch lange nicht voll.</p>
<p>Besonders für Didier waren die olympischen Triathlons von grossem Interesse. Zusammen mit hunderttausenden enttäuschten Briten, welche keine Tickets bekamen, nutzten wir die Chance auf den Gratis-Event und nahmen an der Hydepark-Invasion teil. Wir stellten den Wecker auf 05:30 Uhr, standen zwei Stunden vor dem Rennen am Absperrgitter und wurden mit einem Spitzenplatz für das Damenrennen belohnt. Wir verstanden uns sofort mit unseren schwedischen Fannachbarn und da Anouk ebenfalls mit uns unterwegs war, kamen wir aus dem Anfeuern für die Schweiz, Schweden und Niederlande kaum mehr raus, denn die schnellen Damen rasten sieben Mal auf dem Velo und vier Mal zu Fuss an uns vorbei. Die knappe Goldmedaille vor Schweden sorgte für entsprechende (freundliche) Diskussionen nach dem Zieleinlauf…</p>
<p>Für den Herrentriathlon nahmen wir uns ähnliches vor. Doch die Briten kamen uns zuvor, denn an „unserem“ Platz standen über zwei Stunden vor dem Rennen bereits sechs (!) Reihen Zuschauer. Verzweifelt machten wir uns auf die Suche nach einem neuen Platz und konnten schliesslich in der zweiten von geschätzten 40 (!!!) Reihen das abschliessende Laufen sehen. Immerhin wurden wir von anderen Fans per Live-Feed immer über den Rennverlauf informiert.</p>
<p>Einziger Wehmutstropfen der tollen Spiele für uns und die meisten Eingeborenen: Die Ticketsituation. Wir waren glücklich mit Tickets zu drei verschiedenen Events, die wir auf der offiziellen Homepage kaufen konnten und das erst noch in den günstigsten Kategorien. Den meisten ging es anders. Für Wirbel sorgten dann hunderte leere Sitze bei fast allen Sportanlässen. Offizielle, Sponsoren und internationale Reiseanbieter, welche im Voraus Kontingente erhalten hatten, liessen die Sitze einfach leer. Ein Schlag ins Gesicht besonders aller sportverrückten britischen Steuerzahler. Die Versuche durch das Organisationskommittee, auf Druck der Öffentlichkeit etwas zu ändern, waren wohl nur halbherzig und an der Situation änderte sich rein gar nichts.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1121" title="IMG_5365 - Kopie" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/08/img_5365-kopie.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Schweizerisch-niederländische Fangruppe mit Anouk.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1123" title="IMG_5400" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/08/img_54001.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Nicola Spirig auf dem Velo…</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1124" title="IMG_5419" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/08/img_5419.jpg?w=500&#038;h=370" alt="" width="500" height="370" /><br />
… und auf der Laufstrecke.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1125" title="IMG_5441" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/08/img_5441.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Wo ist Walter?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1126" title="IMG_5465" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/08/img_5465.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Hopp Schwiiz! Mit Christin und Patrick am Herrentriathlon.</p>
<p>Doch natürlich bietet London auch während den olympischen Spiele mehr als nur Sport. Wir besuchten Greenwich, die National Gallery, Kunstgallerien, die Towerbridge, Parks, sowie zahlreiche Pubs und Bars. Nicht zuletzt gönnten wir uns ein Raclette beim House of Switzerland!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1127" title="IMG_5431" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/08/img_5431.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
So viel Sport macht müde. Erholung beim Public Viewing…</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1128" title="IMG_5491" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/08/img_5491.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
… und beim Sightseeing. Barbara und Cousin (und Local Guide) Paul auf der Themse.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1130" title="IMG_5493" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/08/img_5493.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Auch die Towerbridge hat sich zurecht gemacht.</p>
<p>Wir nehmen nun also unsere letzten beiden Reisewochen unter die Räder und freuen uns auf alles, was uns zurück in der Schweiz erwartet. Bis bald!</p>
<p>Die Pfusbüssler<br />
<img class="alignnone size-full wp-image-1131" title="IMG_5354" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/08/img_5354.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://pfusbus.com/category/nordeuropa/'>Nordeuropa</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/pfusbus.wordpress.com/1112/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/pfusbus.wordpress.com/1112/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pfusbus.com&#038;blog=17748321&#038;post=1112&#038;subd=pfusbus&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ab nach Grossbritannien</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jul 2012 11:44:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara &#38; Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nordeuropa]]></category>
		<category><![CDATA[Hiace]]></category>
		<category><![CDATA[Pfusbus]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Reisefahrzeug]]></category>
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		<description><![CDATA[Astwood Bank 26.07.2012, 53‘290 km Hi Everybody! How are you? Uns geht es bestens. Die Fahrt durch Frankreich verlief problemlos und nach einem Stopover verluden wir den Pfusbus wieder einmal in einem Schiffsrumpf, um nach England zu gelangen. Das letzte Mal auf See ist ja schon eine Weile her. Dank Tipps von einem unterwegs getroffenen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pfusbus.com&#038;blog=17748321&#038;post=1074&#038;subd=pfusbus&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Astwood Bank 26.07.2012, 53‘290 km</p>
<p>Hi Everybody!<br />
How are you? Uns geht es bestens. Die Fahrt durch Frankreich verlief problemlos und nach einem Stopover verluden wir den Pfusbus wieder einmal in einem Schiffsrumpf, um nach England zu gelangen. Das letzte Mal auf See ist ja schon eine Weile her. Dank Tipps von einem unterwegs getroffenen Trucker (aus dem Nachbardorf, die Welt ist klein), kamen wir ohne Stau um London herum. Ein paar Stunden später wurden wir von Barbaras Gotte Sandra, Onkel Graham sowie Eltern, Bruder und Gotte aus der Schweiz empfangen. Letztere waren tags zuvor extra eingeflogen. Der Grund war einfach: Gotte Sandra feierte am nächsten Tag ihren 60. Geburtstag. Es war eine Party wie aus dem Bilderbuch: Viele Gäste, viel Essen und viel Trinken. Als Höhepunkt joggte ein Sportler mit der Olympischen Fackel vor dem Haus vorbei! <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Yg_FBU-d10Y"><span style="text-decoration:underline;">Hier</span></a> der Film dazu. Das englische Wetter gab sich alle Mühe und gönnte uns ab und zu ein paar Sonnenstrahlen, es sollten für viele Tage die letzten sein.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1075" title="IMG_4437" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_4437.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Das Meer ruft, schon wieder.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1076" title="IMG_4583" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_4583.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Ehrengast einer tollen Party.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1077" title="IMG_4594" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_4594.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Der Pfusbus war natürlich auch an vorderster Front mit dabei.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1078" title="IMG_5209" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_5209.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Dubelisicher unterwegs auf der Insel der Falscheseitefahrer.</p>
<p>Die nächsten zwei Wochen kümmerten wir uns hingebungsvoll um den Pfusbus. Unter Grahams Anleitung brachten wir unser Lieblingstransportmittel wieder auf Vordermann. Von Antriebswelle bis Keilriemen mussten Teile ausgetauscht, gewartet oder geflickt werden. Thank you very much Graham for your help! Es war klasse, unter solch kundiger Anleitung in seiner Garage selber Hand anlegen zu können. Ach ja, Sandras Lunchpakete waren auch eine Klasse für sich. Abends wurden wir von Sandra fürstlich bekocht, gingen auswärts essen oder wurden von Cousine Victoria zum Abendessen in ihrem süssen Häuschen eingeladen. Donnerstags durfte Didier jeweils mit in den traditionellen Herrenausgang ins Pub oder wir waren mit Victoria und ihren Freunden unterwegs. Per Zufall waren Didiers Mutter und Schwester gerade in England in den Wanderferien, was uns einen Tagesausflug nach Bristol bescherte. Am späteren Nachmittag feuerten wir Roger Federer an (vor dem TV, ins Stadion schafften wir es nicht…). Von Murray sind bei weitem nicht alle Engländer (man unterscheide sie von den Schotten) „amused“ und so hagelte es am nächsten Tag in den Medien Kritik, dass Heulsuse Murray dem Sieger Roger bei der Dankesrede die Show stahl.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1079" title="O" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/p7100002.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Der Profi beim Flexen, …</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1080" title="IMG_4790" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_4790.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
… der Lehrling beim Mechen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1081" title="IMG_4844" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_4844.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Ferientreff in Bristol: Didiers Mutter Doris, Schwester Stephanie und Gotte Sandra.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1082" title="IMG_4870" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_4870.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Nach einem Bar-Meal im The Old Bull.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1083" title="IMG_4804" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_4804.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Das Geburtshaus von Shakespeare in Stratford upon Avon.</p>
<p>Schliesslich packten wir unsere Sieben Sachen in den Pfusbus und fuhren nach Schottland. Wir hatten uns ganz spontan für ein Inselhüpfen entschieden, waren wir doch schon lange nicht mehr auf einem Schiff. Beim Einschiffen wollte der Pfusbus nicht mehr anspringen, was uns auf der Fähre zu einigem Bekanntheitsgrad verhalf, schliesslich standen wir in der Autoschlange an zweitvorderster Position. Die Angestellten nahmen es zum Glück mit Humor. Auf der hübsch zurechtgemachten Insel Arran gefiel es uns gut, zumal am Sonntag sogar die Sonne schien. Das war nach zwei Wochen Regenwetter eine echte Sensation. Nach einer kleinen Wanderung schauten wir den Einheimischen beim Bowling zu und standen plötzlich selber auf dem Rasen. Gemessen an der heiteren Zuschauerschar waren wir bestimmt seit Jahrzehnten die ersten Kontinentaleuropäer, die sich dazu getrauten. Von allen Seiten wurden uns Tipps und Tricks zugerufen und natürlich wurden wir immer wieder herzlich ausgelacht. Jedenfalls kannte man uns danach im Dorf-Pub…</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1084" title="IMG_4919" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_4919.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Die Kugeln sind im Fall nicht ganz rund und auf einer Seite schwerer als auf der anderen, was das Ganze nicht einfacher macht. Der Könner kann dafür Kurvenbahnen werfen. 1:0 für Barbara in der internen Rangliste&#8230;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1086" title="IMG_4970" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_49701-e1343301006740.jpg?w=500&#038;h=656" alt="" width="500" height="656" /><br />
&#8230; Barbara Hood am Üben. 1:1, definitiv.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1087" title="IMG_4945" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_4945.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Machrie-Steinkreis.</p>
<p>Eines schönen Morgens wollte der Pfusbus leider definitiv nicht mehr anspringen. Ein Besuch in der Garage bestätigte den Verdacht: Defekte Batterie. Der Ersatz wurde zu einer zeit- und budgetintensive Angelegenheit, musste eine neue Batterie doch zuerst vom Festland hergeschifft werden… Glücklicherweise wird einem auf Arran nicht so schnell langweilig. Einzig das Parkieren wurde zur Herausforderung, musste doch der Pfusbus jedes Mal angerollt werden. Zum Glück ist die Insel so hügelig.</p>
<p>Nach ein paar Tagen brachte uns eine Fähre auf die Halbinsel Kintyre und noch am gleichen Tag verschifften wir weiter auf die Isle of Islay. Es regnete mittlerweile seit drei Tagen ununterbrochen und auch auf Islay war es grau, nass und sehr windig. Genau richtig, um bei unserer Lieblingsdestillerie Lagavulin an einer der legendären Warehousdemonstrations von Iain MacArthur teilzunehmen. Wir kriegten alle ein leeres Glas, das Iain immer wieder direkt aus den Fässern füllte, und das um halb elf Uhr morgens! Barbara schaute Iain ungläubig an, als er ihr vorschlug den übrigen Whisky einfach auf den Boden schütten. Stellt Euch vor, der älteste war 30 jährig!!! Als Single Malt Liebhaber tut das ganz schön weh, das bestätigten uns nachher auch Anja und Andy aus der Schweiz. Die beiden waren gerade auf Hochzeitsreise und chauffierten uns in die nächste Destillerie, von uns zweien war nämlich niemand mehr fahrtüchtig. Dort wurden wir sogar noch zum Lunch eingeladen, zur Abwechslung mit Kaffee und Tee statt Schnaps. Da es immer noch kräftig regnete, statteten wir noch weiteren Destillerien einen Besuch ab, bevor wir den Pfusbus auf dem wohl schönsten offiziellen Campingplatz der Welt parkierten. Nach einem Schlummertrunk mit Anja und Andy legten wir uns zu Meeresrauschen aufs Ohr, um am anderen Morgen von der Sonne geweckt zu werden. Was für eine Wohltat! Wir verschoben die Besuche von weiteren Destillerien, es gibt acht auf Islay, auf den nächsten Regentag und genossen jeden einzelnen Sonnenstrahl. Das Thermometer stieg allerdings nicht über 15 Grad, Faserpelzpulli statt Bikini war die Devise.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1088" title="IMG_5047" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_5047.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Iain MacArthur, &#8220;the David Beckam of Whisky&#8221;.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1089" title="IMG_5048" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_5048.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Hier die Mittelstürmerin des Whisky.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1090" title="IMG_5077" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_5077.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Der Kintra-Campingplatz steht auf unserer internen Liste auf Rang 1, knapp vor dem Pumalin in Chile.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1091" title="IMG_5083" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_5083.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Wandern statt Degustieren.</p>
<p>Die nächsten Tage waren wieder regnerisch, aber auf Islay gehört das irgendwie dazu. Wir fühlten uns auf jeden Fall pudelwohl auf der kleinen rauen Insel, wo der beste Single Malt der Welt gemacht wird, die Verkäuferin im Dorfladen gleichzeitig noch das Postbüro führt und Tankwartin ist, abends in den Pubs traditionelle Musik gespielt wird und man wild campen darf, wo man gerade will. Wir kommen wieder!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1092" title="IMG_5150" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_5150.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Alt und Jung trifft sich abends im Pub zum Musikmachen, finden wir super sympathisch!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1093" title="IMG_5129" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_5129.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Sympathisch und ein bisschen wild, wie eigentlich alle Schotten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1094" title="IMG_5157" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_5157.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Weniger sympathisch, die Aussicht aufs Meer vom Pfusbusschlafzimmer.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1095" title="IMG_5184" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_5184.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Abendstimmung an einem Loch.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1096" title="IMG_5236" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_5236.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Eindrückliches Schloss Stirling, Braveheart lässt grüssen. Mel Gibson als William Wallace verkleidet hat in dieser Gegend seine Schlachten geschlagen.</p>
<p>Zurück auf dem Festland kurvten wir um diverse Lochs (Seen und Fjorde) herum nach Stirling, um das gleichnamige Schloss zu besuchen. Im Museen machen sind sie wirklich gut, die Briten (allerdings sind auch die Eintrittspreise dementsprechend). Danach zog es uns wieder zurück nach Astwood Bank, wo die Sonne schien und wir im Garten bei Sandra und Graham das allererste Barbecue in diesem verregneten englischen Sommer genossen.</p>
<p>Bye bye<br />
Die Pfusbüssler<br />
<img class="alignnone size-full wp-image-1097" title="IMG_4885" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/07/img_4885.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></p>
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		<title>Von Hamburg in den Alltag</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jun 2012 07:57:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara &#38; Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nordeuropa]]></category>
		<category><![CDATA[Hiace]]></category>
		<category><![CDATA[Pfusbus]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Weltreise]]></category>

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		<description><![CDATA[Daheim, 28.06.2012, 51&#8217;000 km Liebe Leute Zugegeben, es ist schon eine Weile her seit wir uns das letzte Mal gemeldet haben. Ist auch furchtbar viel gelaufen in den vergangenen Wochen! Hier ein Blick zurück. Nachdem wir mit Susanne und Didi zwei Tage lang Hamburg unsicher gemacht hatten, verabschiedeten wir uns von allen Frachtschiffreisegspändli im Hamburger [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pfusbus.com&#038;blog=17748321&#038;post=1053&#038;subd=pfusbus&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Daheim, 28.06.2012, 51&#8217;000 km</p>
<p>Liebe Leute<br />
Zugegeben, es ist schon eine Weile her seit wir uns das letzte Mal gemeldet haben. Ist auch furchtbar viel gelaufen in den vergangenen Wochen! Hier ein Blick zurück. Nachdem wir mit Susanne und Didi zwei Tage lang Hamburg unsicher gemacht hatten, verabschiedeten wir uns von allen Frachtschiffreisegspändli im Hamburger Wohnmobilhafen und rollten bei wunderbarem Sommerwetter Richtung Stuttgart. Kein einziges Schlagloch auf fast 800 km, der Pfusbus hatte seine helle Freude und wir auch! Unterwegs überholten wir ein bekanntes blaues Fahrzeug, was uns auf der nächsten Raststätte einen von Michèle hausgemachten Cappuccino zur Stärkung bescherte. Gegen Abend trudelten wir bei Jörg und André in Stuttgart ein und wurden – wie vor über einem Jahr in einer iranischen Oase versprochen &#8211; mit einem Baccardi Cola inkl. Baccardi empfangen. Ihr erinnert Euch, damals im Iran konnten wir uns den Alkohol im Glas nur vorstellen. Dass Gastfreundschaft auch in Deutschland gross geschrieben wird, bewiesen uns Jörg und André vollauf, wurden wir doch sofort im Gästezimmer einquartiert, erhielten einen Hausschlüssel in die Hand gedrückt und Jörg nahm sich sogar eine Auszeit von der Arbeit, um uns die Highlights von Stuttgart zu zeigen. Zum Abendessen kochte er eine einheimische Spezialität und auch das Frühstück war jeweils vom Feinsten. Geredet haben wir fast ununterbrochen vom Reisen, was sonst? Die beiden ziehen nämlich in den nächsten Tagen mit ihren Rucksäcken los und erkunden Russland, die Mongolei, China und die anderen Länder dort drüben. Und das alles open end! Für uns ist klar: Ihr macht das genau richtig!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1056" title="IMG_4358" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/06/img_4358.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Wir konnten es nicht lassen: Nach Buenos Aires standen wir auch in Hamburg alle beisammen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1057" title="IMG_4371" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/06/img_4371.jpg?w=500&#038;h=373" alt="" width="500" height="373" /><br />
Deutsche Gastfreundschaft ist super! Ein herzliches Dankeschön Euch beiden.</p>
<p>Schliesslich nahmen wir die letzten Kilometer nach Hause unter die Räder und hatten promt das 50‘000 km Jubiläum verpasst! Die Kolonne am Schweizer Zoll war riesig, Pfingstverkehr sei Dank. Wir waren nicht unglücklich, war doch deswegen kein Zöllner weit und breit am Pfusbus interessiert. Einzig zum Abstempeln des Carnet de Passage musste Didier mit Nachdruck den Oberzöllner verlangen, die unwissende Dame in Uniform verweigerte nämlich erst den  essenziellen Stempel. Wenigstens verlangte sie kein Schmiergeld…</p>
<p>Die nächsten Stunden verbrachten wir auf der A1 mehr stehend als fahrend, wir nahmen es gelassen. Was wir nicht wussten war, dass Zuhause über 30 Leute ungeduldig am warten waren! Die Überraschung war denn auch perfekt, als wir im Endspurt um die Ecke bogen und von vielen lieben Leuten aus Familien- und Freundeskreis in Empfang genommen wurden. Ein herzliches Merci dem Organisationsteam und allen Anwesenden, wir haben und irrsinnig gefreut!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1066" title="IMG_4385" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/06/img_4385.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
So macht nach Hause kommen doppelt Spass!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1067" title="IMG_4388" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/06/img_4388.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Perfekter Einstieg mit Erdbeertörtli, belegten Brötli und Nidlekuchen, miamm!</p>
<p>Mit der Wiedereingliederung ging es ruckzuck: Zimmer bei Mam beziehen, Bananenschachteln mit den „schönen“ Kleidern suchen, ab zum Vorstellungsgespräch, Verträge unterschreiben und schon waren wir wieder im Arbeitsalltag integriert als wären wir nie weg gewesen… Dazwischen genossen wir das Beisammensein mit unseren Liebsten, schlugen uns die Bäuche mit all den lange entbehrten Leckereien voll und genossen zur Abwechslung ein zivilisiertes Leben.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1058" title="O" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/06/p6180003.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Während Bauarbeiter Didier draussen rackerte, arbeitete Barbara Schicht an einem Hochleistungsscanner. Hauptsache wieder eine Plus auf dem Reisekonto.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1059" title="IMG_4424" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/06/img_4424.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Pfusbüsslen mit Patenkind Joy.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1060" title="IMG_4397" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/06/img_4397.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Haben wir ja so was von vermisst: Fondue und…</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1061" title="O" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/06/p6160001.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
… unsere Mountainbikes!</p>
<p>Ja und nun sind wir schon wieder im Vorbereitungsstress, denn nach der Reise ist vor der Reise und Morgen rollen wir ab nach England. Wir melden uns.</p>
<p>Keep cool, the pfusbüssler (mit britischem Akzent aussprechen)<br />
<img class="alignnone size-full wp-image-1062" title="O" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/06/p6160007.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://pfusbus.com/category/nordeuropa/'>Nordeuropa</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/pfusbus.wordpress.com/1053/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/pfusbus.wordpress.com/1053/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pfusbus.com&#038;blog=17748321&#038;post=1053&#038;subd=pfusbus&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Von Buenos Aires nach Hamburg</title>
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		<pubDate>Fri, 25 May 2012 20:44:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara &#38; Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schiffsreise]]></category>
		<category><![CDATA[Hiace]]></category>
		<category><![CDATA[Pfusbus]]></category>
		<category><![CDATA[Reisefahrzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
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		<description><![CDATA[Stuttgart, 25.05.2012, 49‘900km Liebe Leute Wir nähern uns rasant der Heimat, morgen trudeln wir wieder Zuhause ein. Zur Zeit geniessen wir in Stuttgart die Gastfreundschaft unterer Freunde Jörg und André, welche wir im Iran kennen lernten hatten. Bis wir den alten Kontinent wieder betreten bzw. befahren konnten, erlebten wir noch einiges: Mit acht Tagen Verspätung [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pfusbus.com&#038;blog=17748321&#038;post=1009&#038;subd=pfusbus&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Stuttgart, 25.05.2012, 49‘900km</p>
<p>Liebe Leute<br />
Wir nähern uns rasant der Heimat, morgen trudeln wir wieder Zuhause ein. Zur Zeit geniessen wir in Stuttgart die Gastfreundschaft unterer Freunde Jörg und André, welche wir im Iran kennen lernten hatten. Bis wir den alten Kontinent wieder betreten bzw. befahren konnten, erlebten wir noch einiges:</p>
<p>Mit acht Tagen Verspätung auf den Fahrplan betraten wir in Buenos Aires das Frachtschiff Grande Amburgo, unser vorübergehendes Zuhause während der Rückreise. Die Verspätung kam zustande, weil in den Häfen von Buenos Aires und Zarate gestreikt wurde. Die LKW-Fahrer, welche ohne Lohn oft tagelang vor dem Hafengelände auf ihre im Zoll feststeckende Ware warten müssen, entluden ihren eigentlich verständlichen Frust. Die Hafeneinfahrten waren völlig blockiert, Waren kamen weder raus noch rein. Wieder einmal standen wir also im Hafen von Buenos Aires und fragten uns, was uns noch erwarten würde, unsere letzte Erfahrung war ja skandalös kostspielig und zeitraubend abgelaufen. Dieses Mal teilten wir unser Schicksal allerdings mit 10 Mitpassagieren und ihren  Fahrzeugen. Wir hatten Glück. Nach gerade mal 12 Tagen auf dem Buquebusparkplatz erhielten wir das ready to go und die fehlenden 500 Meter bis zum Schiff waren innerhalb von nur 10 Stunden geschafft, erst noch ohne zusätzliche Kosten! Wir konnten die Kabinen beziehen und uns an den gedeckten Tisch in der Messe setzen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1010" title="IMG_3288" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3288.jpg?w=500&#038;h=412" alt="" width="500" height="412" /><br />
Unsere internationale Karawane vor den Hafentoren. Wir wieder einmal mit dem Kleinsten!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1011" title="IMG_3313" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3313.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Der Pfusbus sicher verstaut auf Deck 6. Der erste Offizier Darijo kümmert sich persönlich darum.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1012" title="IMG_3332" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3332.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Sicht vom Deck auf den Hafen von Buenos Aires. Reges Treiben Tag und Nacht.</p>
<p>Mit Auslaufen war aber vorläufig noch nicht zu rechnen. Irgendwelche Container steckten immer noch entweder im Zoll oder im falschen Hafen von Buenos Aires fest und es vergingen weitere zwei Tage, bis die Grande Amburgo schlussendlich ablegte. Wir nutzten die Zeit, um uns an das Schiffsleben zu gewöhnen und die ersten Bücher zu verschlingen. Unsere Doppelkabine mit Fenster, eigener Dusche und WC sowie zwei breiten Betten bot einigen Komfort, an welchen wir uns zuerst wieder gewöhnen mussten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1013" title="IMG_3350" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3350.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Rampe hoch und los geht’s in Richtung Heimat.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1014" title="IMG_3367" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3367.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Der letzte Blick auf unseren Hafenplatz.</p>
<p>Es standen in Brasilien die Häfen Paranagua, Rio Grande, Santos und Rio de Janeiro auf dem Fahrplan, wo jeweils Fracht ab- und aufgeladen wurde. Das Muster war dabei immer etwa ähnlich: Zuerst Mal war kein Hafenplatz frei und wir mussten 1-2 Tage draussen auf dem Meer mit zahlreichen anderen Schiffen vor Anker warten. Mit Hilfe von Lotse und Schleppern ging es dann in den Hafen hinein zu unserem jeweiligen Liegeplatz, wo die Rampe heruntergelassen wurde. Das ganze Prozedere dauerte mehrere Stunden. Dann kamen zuerst die höheren Beamten mit leeren Rucksäcken an Bord und verliessen das Schiff mit vollen (!) Rucksäcken wieder. Schliesslich setzte sich die Lademaschinerie langsam in Gang, wobei klar sichtbar war, wer zur Schiffsbesatzung gehörte (diejenigen die vorwärts machten) und wer zum Hafenpersonal (die anderen). Container wurden per Kran oder via Rampe  ein- und ausgeladen. Wir waren dann jeweils auf dem Oberdeck in 35 Metern Höhe am Überwachen der Aktivitäten.</p>
<p>In Rio Grande packten wir zusammen mit Michèle und Reto die Gelegenheit zu einem Landgang. Das war ein ziemlich aufregendes Unterfangen, verstanden wir doch etwa gleich viel Portugiesisch wie die Einwohner dieses Hafenviertels Englisch oder Spanisch. Aber vom Hafenarbeiter bis hin zur Verkäuferin erlebten wir eine überwältigende Hilfsbereitschaft, und so fanden wir ein Internetkaffee, konnten einkaufen ohne einen Real in der Tasche und fanden problemlos wieder zurück zum Schiff. Auch die Formalitäten waren schnell und unkompliziert erledigt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1015" title="IMG_3421" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3421.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Die Bauern freut’s: Jede Menge Mähdrescher kommen mit uns nach Europa.</p>
<p><img class="alignnone  wp-image-1017" title="IMG_4065" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_4065.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Im grossen Bauch der Grande Amburgo.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1018" title="IMG_3438" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3438.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Bei den meisten Häfen stand erst mal Warten auf einen Hafenplatz auf dem Programm. Bei Santos lagen wir mit 40 anderen Schiffen vor Anker.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1019" title="IMG_3606" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3606.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Kate auf Deck. Heutzutage hat Leo keine Zeit mehr zum Umarmen, er muss sich ums Foto kümmern.</p>
<p>Die Grande Amburgo ist ein kombinierter Ro/Ro und Containerfrachter, d.h. drei Viertel des Schiffes sind ein Parkhaus für bis zu 5000 (!) Autos und ein Viertel ist offen, dort werden Container mittels eigenen oder Hafenkränen gestapelt. Sehr viele Autos u.a. der Marken Mercedes, Peugeot, Citroën und VW werden in Südamerika gefertigt und bilden zusammen mit Landmaschinen und Papierrollen dann die Hauptfracht für die Fahrt nach Hause. Auf dem Hinweg werden aus Europa primär Altautos nach Afrika und Luxusgefährte sowie spezielle Baumaschinen nach Südamerika gebracht. Unser Schiff beeindruckt dabei mit folgenden Eckwerten: 56‘000t Verdrängung, 215m Länge, Ladung z.T. bis 1 Mrd. Euro wert und 2.5 bis 3 Tonnen Treibstoffverbrauch pro Stunde.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1020" title="IMG_3621" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3621.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Der Lotse geht von Bord. Sportliche Angelegenheit bei 17 Knoten (32km/h) Fahrt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1021" title="IMG_3623" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3623.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Die Grande Amburgo hat nur knappe 10m Tiefgang und 45m hohe Aufbauten, was für spektakuläre Schräglagen sorgt. Unsere Mägen überstanden die Reise aber relativ souverän.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1022" title="IMG_3521" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3521.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Besuch von unten im Hafen von Paranagua.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1023" title="IMG_3632" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3632.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Hübsche Nachbarschaft. Das Hafenviertel von Santos, Brasilien.</p>
<p>Das Leben an Bord des Frachters war bedeutend kurzweiliger als angenommen. Jeweils feste Zeiten für die Mahlzeiten sorgten für einen regelmässigen Tagesablauf, was uns im Hinblick auf unsere Resozialisierung in der Schweiz nur gut tun konnte. Zur Bekämpfung von Skorbut und ähnlichen standen bei jeder Mahlzeit exotische Früchte auf dem Programm und der rumänische Koch versorgte uns immer mit frisch (nicht auf-) gebackenem Brot. Hier ein Einblick in einen ganz normalen Tag:<br />
07:15 Uhr, der Wecker läutet. 07:30 Uhr, das Frühstück wartet. 09:00 Uhr, der harte Kern trifft sich im rustikalen Fitnessraum und trainiert die Mukis mit Kräftigungsübungen, welche Fitnessinstruktor Didier alle paar Tage vorzeigt. Bei trockenem Oberdeck gehören paar Runden joggen dazu. 11:00 Uhr, Messman Lofi serviert uns und den italienischen Offizieren ein 4-Gang-Menu a la italiana, die indischen Offiziere erhalten Reis, genauso wie die indische Mannschaft im anderen Speisesaal. 11:45, wir Passagiere kriegen im Aufenthaltsraum Kaffee während nun der Kapt‘n speist. Die Hard-Core-Puzzler setzen sich an den Tisch, die anderen aufs Sofa. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung: Lesen, Sünnelen, Fotos sortieren, Besuche auf der Brücke, Delphine und Schildkröten beobachten etc. 18:00 Uhr, Lofi serviert erneut ein 4-Gänger. 18:45 Uhr, der Kaffee ist nebenan parat, es wird geplaudert, gepuzzelt, Fotos angeguckt etc. 20:00 Uhr bis open end, Tischtennisprofi Lofi nimmt Barbara unter seine Fittiche, dann sind knallharte Doublematches angesagt oder ein buntes Gemisch aus Passagieren und Crew rennt „im amerikanischen Stil“ um den Tisch. Je nachdem schliessen wir den Tag mit einem letzten Besuch bei Offizier  Nicola auf der Brücke ab.</p>
<p>Sobald wir jedoch in einen Hafen lagen, bzw. ein- oder ausliefen, stand abgesehen von den Essenszeiten das ganze Programm auf dem Kopf: Wir verbrachten unzählige Stunden mit Feldstecher und Kamera auf Deck, egal um welche Tages bzw. Nachtzeit. Das Treiben in einem Containerhafen war ungemein faszinierend. Die Crew hatte in diesen Momenten sehr viel zu tun, besonders als in Südamerika fast jeden zweiten Tag ein Hafen auf dem Programm stand. Auf der Fahrt über den Atlantik aber relaxte sich das Ganze und wir durften fast uneingeschränkt auf die Brücke, wo sich interessante Gespräche ergaben und wir den Offizieren und Kadetten Löcher in den Bauch fragen durften. Der 2. Offizier Nazir lud uns während einer klaren Nacht sogar einmal zum Sternegucken ein und erklärte uns den nautischen Sternenhimmel. Auch nahm er alle interessierten Passagiere mit zur Lifeboat-Inspektion, wo wir dann in der Luft baumelnd alle hofften, dass nie ein Ernstfall eintrifft. Dank Offizier Nicola können wir nun mit komplizierten Formeln die Sichtweite bestimmen und bei Offizier Giovanni durfte Barbara gar mal per Drehknopf den Kurs um 25° ändern. Überhaupt hatten wir es mit der ganzen Crew sehr gut. Theoretisch ist man als Passagier auf einem Frachtschiff nur geduldet und die Freiheiten sind je nach Kapitän und Offiziere sehr verschieden. Wir wurden aber herzlich aufgenommen, erhielten einen spannenden Einblick in das Seemannsleben vom Schiffsjungen bis zum höchsten Offizier und durften wunderbare Freundschaften schliessen. Chief Officer Dario kümmerte sich toll um unsere Fahrzeuge (nicht ganz unbedeutend wenn man auch nur die Hälfte der kursierenden Geschichten glaubt), Koch Doru übertraf sich zuweilen selber und Messman Lofi las jeden Wunsch von den Augen ab.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1024" title="IMG_3812" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3812.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Zuckerhut (vorne) und Corcovado (mit Jesus) im Hintergrund, dazwischen Copacabana.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1025" title="IMG_3755" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3755.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Geschätzte 5000 Autos warten in Rio auf den Weg nach Europa.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1026" title="IMG_3738" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3738.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Bei uns sind die Hanglagen am teuersten, hier wohnen dort die Ärmsten in den Favelas.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1027" title="IMG_3702" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3702.jpg?w=500&#038;h=351" alt="" width="500" height="351" /><br />
Der Besuch auf der Brücke gehörte mit zum Interessantesten. Hier mit 3. Offizier Nicola &#8220;Rocky&#8221;, der jeweils von 8-12 Uhr (Tag und Nacht) die Brücke übernahm und Mitpassagierin Michèle …</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1028" title="IMG_3955" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3955.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
…und hier mit der 12-4 Uhr-Crew. Zweiter Offizier Nazir und Raju.</p>
<p>Schliesslich wurde der Zuckerhut immer kleiner und das Meer immer blauer, mit der Fahrt über den Ozean stand uns ein neues Abenteuer bevor. Während sechs Tagen war kein Land in Sicht! Da unser Kapitän offenbar die traditionelle Äquatortaufe sausen lassen wollte, nahmen Michèle und Barbara die Sache selbst in die Hand. Was eigentlich nur ein Anstossen mit einem Glas Tischwein (wir kriegen pro Passagier jeweils ein 2.5dl Fläschchen zum Essen) werden sollte, nahm plötzlich ungeahnte Dimensionen an. Plötzlich standen wir mit Koch Doru vor dem  Alkoholschrank im Schiffsbauch, dann vor dem Kapitän wegen der Alkoholerlaubnis, dann in der Küche und nach dem obligaten Gruppenfoto auf Deck stieg die Äquator-Party im Aufenthaltsraum. Koch Doru, Hilfskoch Johnny und Messman Lofi servierten eine leckere Sangria und selbstgemachten Kuchen, die Stereoanlage wurde aufgedreht, das Tanzbein geschwungen und plötzlich tauchte sogar der Kapt’n auf! Michèle und Barbara trauten ihren Augen nicht!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1029" title="IMG_3793" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3793.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Adios Suramerica!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1030" title="IMG_3975" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3975.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Die Passagiere sozusagen auf dem Äquator.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1032" title="IMG_3963" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_3963.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Feierabend auf Deck.</p>
<p>Plötzlich hiess es Land in Sicht und die Grande Amburgo lief in Dakar, Senegal, ein. Ein tolles Gefühl, per Schiff auf einem anderen Kontinent zu landen. Natürlich packten wir die Gelegenheit beim Schopf und nahmen die Einladung vom Küchenteam gerne an, Dakar by Night zu erkunden. Schliesslich waren wir noch nie in Afrika, und schon gar nicht im Ausgang! Es war eine äusserst lustige Nacht mit viel einheimischem Bier und vielen bleibenden Eindrücken. Die Senegalesen sind ganz dunkle und sehr grosse Menschen, manche schick gekleidet, manche in den traditionellen, bunten Gewändern und mit riesigen Körben auf dem Kopf balancierend. Überall boten uns fliegende Händler ihre Ware an. Unsere Freunde deckten sich mit Telefonkarten ein, um endlich wieder einmal mit ihren Liebsten im fernen Indien sprechen zu können. Während dem ganzen Landgang wollte kein einziger Mensch von uns einen Ausweis sehen, einzig zwei Dollar Schmiergeld waren nötig, um wieder ins Hafengelände zu kommen. Im Unterschied zu Südamerika musste die Crew in Dakar auf Anweisung des Kapitäns auf Deck die ganze Zeit Wache schieben, damit keine blinden Passagiere an Bord kommen. Es passiert immer wieder, das verzweifelte Afrikaner ihr Leben riskieren und sich unter der Rampe manchmal tagelang festklammern, bevor sie entdeckt werden. Ein trauriges Kapitel. Auch als die Grande Amburgo auslief und auf offener See betankt wurde, wurde die Wache aufrecht erhalten. Nun waren die Piraten das Problem, denn würde sich bei einer allfälligen Schiesserei eine Kugel in einen Gefahrengutcontainer bohren, dann gute Nacht! Glücklicherweise erfuhren wir dies aber erst, als wir schon wieder in sicheren Gewässern waren.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1031" title="IMG_4024" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_4024.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Typische Fischerboote schon weit vor der afrikanischen Küste.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1033" title="O" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/p5130006.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Im Ausgang in Senegal! Hilfskoch Johnny, Messman Lofi, Koch Doru und wir.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1036" title="IMG_4077" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_4077.jpg?w=500&#038;h=667" alt="" width="500" height="667" /><br />
Die Rampe geht hoch in Dakar und es müssen Extrawachen geschoben werden, damit keine blinden Passagiere an Bord kommen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1034" title="IMG_4190" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_4190.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Je nach Wellengang ist Tischtennis auf See besonders anspruchsvoll.</p>
<p>Von Dakar aus ging es dann ohne weitere Zwischenhalte direkt nach Nordeuropa, zuerst nach Emden und dann an unsere Endstation Hamburg. Die Biskaya zeigte sich von ihrer ruhigsten Seite und die Zeit verging wie im Flug. Noch einmal genossen wir die Tage auf hoher See, bis uns die Grande Amburgo nach exakt 4 Wochen Überfahrt um vier Uhr Morgens stimmungsvoll der Elbe entlang an unseren letzten Anlegeplatz brachte. Die Stimmung an Bord war voller gemischter Gefühle, denn einerseits freuten sich alle Passagiere und viele Besatzungsmitglieder auf Zuhause, andererseits hiess es nun definitiv Abschied nehmen. Wir hoffen, dass die zahlreichen neuen Freundschaften bestand halten und wir in den nächsten Jahren einmal in der Lage sein werden, unsere vielen neuen indischen und europäischen Freunde zu besuchen.<br />
Die Zollabwicklung in Hamburg war problemlos und schnell erledigt und so richteten wir uns mit acht Mitpassagieren auf einem Stellplatz ein, um noch ein, zwei Tage in der Stadt zu verweilen. Die Sonne lachte vom stahlblauen Himmel und bei südamrikanischen Temperaturen konnten wir an der Binnenalster mit einem Freiluft-Eisbecher die europäischen Sommersaison einläuten. Life is good!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1037" title="IMG_4245" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_4245.jpg?w=500&#038;h=390" alt="" width="500" height="390" /><br />
Vier Delphine belgeiten die Grande Amburgo in der Biskaya.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1038" title="IMG_4326" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_4326.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Und plötzlich gleiten wir an der Elbphilharmonie vorbei.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1039" title="IMG_4351" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_4351.jpg?w=500&#038;h=360" alt="" width="500" height="360" /><br />
Der letzte Blick zurück auf die Grande Amburgo.</p>
<p>Morgen geht es also definitiv nach Hause, wir freuen uns und blicken bereits wieder nach vorn. Schliesslich sind wir schon bald  unterwegs nach Grossbritannien. Wir bleiben dran am Blog und ihr hoffentlich auch!</p>
<p>Liebe Grüsse!<br />
Die Pfusbüssler</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1035" title="IMG_4084" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/05/img_4084.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></p>
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		<title>Von San Pedro de Atacama zurück nach Buenos Aires</title>
		<link>http://pfusbus.com/2012/04/22/von-san-pedro-de-atacama-zuruck-nach-buenos-aires/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 17:35:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara &#38; Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
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		<category><![CDATA[Pfusbus]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
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		<description><![CDATA[Buenos Aires, 22.04.2012, 49‘200km Hola zum Letzten, Chicos! Nachdem alle bolivianischen Bakterien mittels Cyprofloxacin zuverlässig aus Didiers Gedärmen eliminiert waren, machten wir uns von San Pedro de Atacama auf den Rückweg nach Buenos Aires, mit Umweg versteht sich. Per Zufall hatten wir in Patagonien mehrmals eine argentinische Familie mit ihren Wohnmobilen getroffen und uns lose [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pfusbus.com&#038;blog=17748321&#038;post=971&#038;subd=pfusbus&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Buenos Aires, 22.04.2012, 49‘200km</p>
<p>Hola zum Letzten, Chicos!</p>
<p>Nachdem alle bolivianischen Bakterien mittels Cyprofloxacin zuverlässig aus Didiers Gedärmen eliminiert waren, machten wir uns von San Pedro de Atacama auf den Rückweg nach Buenos Aires, mit Umweg versteht sich. Per Zufall hatten wir in Patagonien mehrmals eine argentinische Familie mit ihren Wohnmobilen getroffen und uns lose für ein Treffen später verabredet. Dass die Langers im äussersten Nordosten, der Provinz Misiones, wohnen war für uns ein Glücksfall, denn die Iguazufälle sind ebenfalls dort zu finden und diese wollten wir keinesfalls verpassen. Wir cruisten also in gemütlichen Tempo und mit mehreren nächtlichen Zwischenstopps über die Anden und genossen das Altiplano ein letztes Mal, um im Flachland dann auf die Tube zu drücken. In Jujuy stand der (vorläufig hoffentlich) letzte Werkstattbesuch für den Pfusbus an, wieder mal musste ein Radlager nachgezogen werden.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-972" title="IMG_2567" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_2567.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Sternegucken in der Atacama. Saturn liess sich gleich mit Ring und Monden blicken.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-973" title="IMG_2618" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_2618.jpg?w=500&#038;h=354" alt="" width="500" height="354" /><br />
Abschiedskomitee Chiles.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-974" title="IMG_2803" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_2803.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
So schön kann Schlafen auf 4300 M.ü.M. sein.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-975" title="IMG_2759" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_2759.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Und so kalt. Outdoorkoch in den herbstlichen Anden ist nichts für Röckli.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-976" title="IMG_2824" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_2824.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Begrüssungskomitee Argentiniens.</p>
<p>Die Kilometer zwischen Jujuy und Misiones versprachen nicht wirklich viel Abwechslung. So zogen wir dann in drei Tagen mit Temperaturen gegen die 40° C durch und klopften müde bei Langers an. Wir wurden gleich im Gästezimmer einquartiert und genossen neben der herzlichen Gastfreundschaft auch die ganz praktischen Annehmlichkeiten wie ein kühles Schlafzimmer (seit den Anden stieg die Nachttemperatur von -10° C auf + 30 °C an), Waschmaschine und eine warme Dusche. Die Langers leben in der fünften Generation in Argentinien und besitzen eine Baumplantage von satten 800 ha Land mit eigener Sägerei. Das interessanteste für uns war wie immer in solchen Situationen der Einblick ins „richtige Leben“. Als hijos rubios“ (die blonden Kinder) wurden wir von Mutter bzw. Grossmutter Alba nach Strich und Faden verwöhnt und von ihrem Mann Waldemar fachkundig durch die Gegend geführt. Wir konnten eine Mate- und Schwarzteefabrik besichtigen, die Gegend um Puerto Leoni entdecken und natürlich durfte eine Besichtigung des eigenen Betriebs nicht fehlen. Wann immer es ihm die Zeit erlaubte, nahm uns Waldemar im Pickup mit zu seinen Plantagen oder in den Urwald und erklärte uns jeden Baum, jede Pflanze und jedes Tier. Das Land in Misiones ist unglaublich fruchtbar. Manche Bäume werden bereits nach 6 Jahren gefällt und die Imker können im Normalfall drei Mal pro Jahr (!) Honig ernten. Im tropischen Klima wachsen Kartoffeln, Maniok, Zuckerrohr, Bananen, Mangos, Mandarinen, Ananas, Avocados und vieles mehr wie Unkraut. Ein mittelgrosser Garten reicht zur Selbstversorgung schon aus. Wir fühlten uns auf dem langer‘schen Grundstück wie im Papillorama, nur ohne Eintritt. Das üppige Wachstum hat für die Einwohner aber auch seine Nachteile: In den Wäldern wimmelt es vor Schlangen und es braucht schon einen richtigen Besen, um mit den fies grossen Taranteln in Haus und Garten fertig zu werden.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-977" title="IMG_2860" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_2860.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Stilgerecht wird das frisch geerntete Yerba angeliefert.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-978" title="IMG_2854" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_2854.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Getrocknet wird die ganze Sache per Holzöfen. Wir zweifeln, ob die Anlage noch SUVA-kompatibel wäre.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-979" title="IMG_2871" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_2871.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Dueño Waldemar zeigt uns die Sägerei Langer&#8230;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-980" title="IMG_2879" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_2879.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
… und wie man direkt aus dem Zuckerrohr Süssigkeiten gewinnt, sofern man den Umgang mit der Machete beherrscht. Mjamm.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-981" title="IMG_2887" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_2887.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Die Casa Langer mit tropischem Garten…</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-982" title="IMG_2896" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_2896.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
… und einem von zahlreichen Beispielen der tollen Planzenwelt.</p>
<p>Wir verliessen die Langers temporär, um weiter nordwärts die weltberühmten Iguazufälle zu erkunden. Die Touristenfalle schnappte erbarmungslos zu und so schnell wie das Wasser die Fälle hinab flossen die Pesos aus unserem Portemonnaie. Nicht zu erwähnen, dass der gleiche Spass für Inländer zu einem Sechstel des Preises zu haben ist. Dennoch: Wir waren beindruckt. Die Fälle selbst bilden nur ein Teil des Erlebnisses, die fantastische Tier- und Pflanzenwelt faszinierte uns ebenfalls ungemein. Dank klugem Planungsmanagement konnten wir um die Touristenströme der Osterferienwoche die meiste Zeit einen Bogen machen und brauchten die Ellbogen so gut wie nie, um tolle Aussichten zu geniessen und Fotos zu schiessen. Neben ungezählten Kilometern zu Fuss machten wir auch eine Ruderbootfahrt im Dschungel und wurden mit der Aussicht auf Kaymane und Kapuzineräffchen belohnt, ganz zu schweigen von der relaxten Fortbewegung per Ruder und Strömung nach einem Tag Wasserfallgetöse und Touristengeschrei. Wir fühlten uns wie im Papillorama, nur mit viel mehr Eintritt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-983" title="IMG_2977" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_2977.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Der Gargante del Diablo, die Hauptattraktion der Iguazufälle.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-984" title="IMG_3046" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_3046.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Dieser Anblick fesselte uns fast noch mehr…</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-985" title="IMG_3061" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_3061.jpg?w=500&#038;h=667" alt="" width="500" height="667" /><br />
… und dieser noch mehr.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-986" title="IMG_2979" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_2979.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Wer versteckt sich da im Gebüsch?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-987" title="IMG_3058" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_3058.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Unser persönlicher Favorit: Tier oder Ast?</p>
<p>Wieder zurück aus Iguazu konnten wir uns auf Phase 2 der langer’schen Gastfreundschaft freuen. Mittlerweile war Sohn Marcelo mit Familie aus seinen Ferien zurückgekehrt und wir feierten ein freudiges Wiedersehen. Die ungemein gemütlichen Tage in Puerto Leoni vergingen wie im Flug. Bei Mate und Terere, die kalte Version mit Limonade, welche in Brasilien und der nördlichen Provinz sehr beliebt ist, verbrachten wir viele Stunden plaudernd im tropischen Garten. Am Ostersonntag versteckten wir für die Kinder Osterneste vom Schweizer Osterhasen und abends nahmen uns Marcelo, Sarah und ihre Kinder mit in die Kirche. Das ist hier eine sehr lockere Angelegenheit, es wird gelacht, geklatscht und viel gesungen. Aufgrund der vielen Einwanderer aus Mitteleuropa in Misiones waren wir hier als Blondinen für einmal Teil einer Mehrheit! Jeder, der noch ein paar Worte Deutsch spricht, wollte sich mit uns unterhalten. Den letzten Abend genossen wir stilgerecht mit einem Asado und zahlreichen Freunden der Familie. Tags darauf hiess es schweren Herzens Abschied nehmen. Der Pfusbus wurde mit Geschenken vollgeladen und auf gings an die letzten 1000 km in Südamerika in Richtung Buenos Aires. Der Pfusbus spurte die Strecke wie gewohnt souverän ab und auch die nervige Polizei der Provinz Entre Rios hatte dank vorherigem Pfusbusupdate zwar viel zu kontrollieren, aber nichts zu meckern.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-988" title="IMG_3122" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_3122.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Pimp my Pfusbus für die Fahrt durch die Polizeiprovinz Entre Rios.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-989" title="IMG_3155" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_3155.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Richtig bewaffnet geht’s in den Urwald, denn dort gibt es Tiger und Schlangen! Diese Ausrüstung würde beim Joggen auch manchem bissigen Schweizer Hund Respekt einflössen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-990" title="IMG_3167" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_3167.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Abschiedsfoto mit dem einen Teil der Familie Langer&#8230;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-991" title="IMG_3149" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_3149.jpg?w=500&#038;h=360" alt="" width="500" height="360" /><br />
&#8230; und mit dem anderen: Muchissimas Gracias!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-992" title="IMG_3165" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_3165.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Abschiedsasado im grossen Stil.</p>
<p>Nun sind wir in Buenos Aires, haben uns am Hafen direkt am Wasser eingerichtet und warten zusammen mit anderen Overlandern auf die Grande Amburgo, welche uns zurück nach Europa bringen wird. Wir beide sind die Nesthäckchen und der Pfusbus bei weitem das kleinste, älteste und günstigste Fahrzeug. Trotzdem würden wir ihn um keinen Preis tauschen wollen! Leider ging das Wartespiel wieder von vorne los: Erst hatte die Grande Amburgo nur einen Tag Verspätung, dann zwei, dann drei und jetzt zählen wir die Tage nicht mehr. Anfangs sahen wir es locker, verbrachten die Zeit mit Freunde und Gastfamilie besuchen und shoppen, was das eh schon längst überzogene Reisebudget noch hergab. Wir holten auch die schicken Kleider hervor und liessen das Tanzbein schwingen, trotz wenig Übung in den letzten Monaten machten wir das Parkett offensiver unsicher denn je und hatten jede Menge Spass dabei.</p>
<p><img title="IMG_3178" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_3178.jpg?w=500&#038;h=367" alt="" width="500" height="367" /><br />
Campen am Hafen von Buenos Aires.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1000" title="IMG_3192" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_3192.jpg?w=500&#038;h=667" alt="" width="500" height="667" /><br />
Gleich neben uns die alte Fregatte „Libertad“.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1001" title="IMG_3209" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_3209.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
La Boca: Üble Nachbarschaft und farbige Tourismusattraktion nur durch eine Strasse (und ein massives Polizeiaufgebot) getrennt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1002" title="IMG_3248" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_3248.jpg?w=500&#038;h=382" alt="" width="500" height="382" /><br />
Eintauchen in die Welt des Tangos. Wir im Scheinwerferlicht der Milonga in der „Catedral“.</p>
<p>Jetzt aber nervt die Warterei und Vertrösterei langsam aber sicher. Vor allem da wir nun den Grund kennen: Die LKW-Fahrer im Hafen von Zaraté und Buenos Aires waren am Streiken! Die argentinische Wirtschaft steht wieder einmal vor dem Abgrund. Die Christina (Fernandez de Kirchner) setzt auf Eigenerhalt, Populismus, Nationalismus und auf künstliche Lebenserhaltung, statt auf richtige Reformen und legt sich der Reihe nach mit allen ausländischen und vielen inländischen Firmen und Investoren an. Der Aussenhandel ist massiv eingebrochen, es fehlen Rechtssicherheit sowie Devisen und protektionistische Zollvorschriften tun das übrige zum Investorenproblem dazu. So wurde in der letzten Woche der Erdölkonzern YPF, welcher einer spanischen Firma gehört, zwangsverstaatlicht und viele ausländische Unternehmen werden sich jetzt garantiert fragen, ob sie da im richtigen Land investiert haben. Der Peso rutscht immer weiter in den Keller und für die normalen Argentinier wird das Leben von Tag zu Tag teurer. Vielleicht besser, wenn wir das sinkende Schiff verlassen und all die positiven Eindrücke im Herzen behalten. Wir sagen Südamerika muchas gracias für die wunderbare Zeit!</p>
<p>Hasta luego, das nächste Mal schon aus der Heimat, los Pfusbüssleros</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-994" title="IMG_2951" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_2951.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-995" title="IMG_3175" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/04/img_3175.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
PS: Wir können das Pfusbüsslen noch nicht ganz sein lassen: Zurück in der Heimat werden wir unser Reisebudget mittels harter Arbeit (was ist das?) wieder in den Plusbereich bringen und dann das United Kingdom unsicher machen. London wir kommen! Dann ist aber wirklich Schluss, ehrlich.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://pfusbus.com/category/sudamerika/'>Südamerika</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/pfusbus.wordpress.com/971/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/pfusbus.wordpress.com/971/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pfusbus.com&#038;blog=17748321&#038;post=971&#038;subd=pfusbus&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Bolivien mit Folgen</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Mar 2012 22:20:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara &#38; Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
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		<description><![CDATA[San Pedro de Atacama, 25.03.2012, 45‘600km Hola chicos Wir melden uns erneut aus San Pedro de Atacama, diesmal mit vier Stempeln mehr in unseren Pässen als noch vor einer Woche. Nach langem hin und her hatten wir uns entschieden, dem Pfusbus in San Pedro ein paar Ruhetage zu gönnen und Bolivien mit einer organisierten Jeeptour [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pfusbus.com&#038;blog=17748321&#038;post=947&#038;subd=pfusbus&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>San Pedro de Atacama, 25.03.2012, 45‘600km</p>
<p>Hola chicos<br />
Wir melden uns erneut aus San Pedro de Atacama, diesmal mit vier Stempeln mehr in unseren Pässen als noch vor einer Woche. Nach langem hin und her hatten wir uns entschieden, dem Pfusbus in San Pedro ein paar Ruhetage zu gönnen und Bolivien mit einer organisierten Jeeptour zu erkunden. Obwohl wir nicht gerade Fans von solchen Touren sind, tönten vier Tage lang nicht selber fahren, navigieren, kochen, abwaschen, denken etc. gar nicht so schlecht. So entspannend, wie wir uns das vorgestellt hatten, war es dann allerdings nicht. Angesichts der wirklich schlechten Pisten (die Mongolei lässt grüssen) war die Entscheidung aber richtig. Die ausserordentlich heftige Regenzeit hat auch im bolivianischen Altiplano Spuren hinterlassen. Hier ein Auszug aus dem fiktiven Tagebuch einer unvergesslichen Reise mit Spätfolgen:</p>
<p>Tag 1<br />
Treffpunkt um 07:30 Uhr beim Büro vom Tourorganisator. Der Bus hat über eine halbe Stunde Verspätung, genügend Zeit um die Mitreisenden zu beschnuppern. Alle haben für den versprochenen besseren Service ein bisschen tiefer ins Portemonnaie gegriffen, als bei anderen Veranstaltern nötig gewesen wäre. Mit Cecile und Pascal aus der Schweiz, normalerweise mit dem Drahtesel unterwegs, verstehen wir uns sofort bestens. Beim chilenischen Grenzposten heisst es erst mal ewig Schlange stehen, denn natürlich sind mittlerweile auch alle anderen Touris unterwegs. Praktisch kurvenlos geht es dann fast 2000 Höhemeter rauf zum bolivianischen Zoll, wo wir ohne Rücksicht auf Vorlieben auf verschiedene Jeeps verteilt werden. Egal, man sieht sich ja bei den Essenstopps und am Abend in der Unterkunft wieder. Den uralten Toyota Landcruiser teilen wir mit Niru und Swami aus Indien, verheiratet (obwohl aus verschiedenen Kasten) und nach mehreren Jahren in den USA drauf und dran, wieder in die Heimat überzusiedeln. Dazu Manoj, ebenfalls aus Indien aber seit drei Jahren in Neuseeland lebend und Igor, ursprünglich aus Weissrussland aber in Israel aufgewachsen und unsicher, was er nach acht Jahren als Militärpilot mit seinem Berufsleben anfangen soll. Alle ungefähr im gleichen Alter und alle sehr weltoffen. Der ehemalige israelische Militärpilot beispielsweise beneidet uns ungemein um die Möglichkeit, den Iran bereisen zu können. Es entstehen sofort lebhafte Gespräche über Götter und die Welt. Für uns ein unheimlich spannender Einblick in die völlig fremden Länder Indien und Israel. Timeouts gibt es nur beim Fotos knippsen, einfach fantastisch diese Landschaft: Schneebedeckte Vulkangipfel, farbige Lagunen, kochende Schlammlöcher und immer wieder andersartige Wüsten. Wen wir den ganzen Tag nie sehen: Cecile und Pascal. Unser Fahrer Sebastain, stets mit Kokablatt im Mund, nimmt immer auf zwei fremde Jeeps Rücksicht und hilft beim Reifenwechseln etc. A propos Reifen, der Ersatzreifen an unserem Jeep ist schon kaputt, ehe Sebastian ihn dem anderen Jeep anbieten wollte, der Ersatzreifen des liegen gebliebenen Jeeps ebenfalls. Das kann ja heiter werden. Also warten wir mitten im Nichts eine Stunde, bis der Pneu der anderen Reisegruppe geflickt ist. Natürlich kommen wir so erst bei der Laguna Colorado an, als die Sonne schon am Untergehen ist. Schade wegen der traumhaften Fotos, die man mit den vielen Flamigos hätte machen können. Natürlich war auch in der äusserst einfachen Unterkunft keine Spur von Cecile und Pascal. Die böse Vorahnung bestätigt sich: Die haben uns ohne etwas zu sagen einer anderen, billigeren Tourorganisation untergejubelt und am Morgen schlichtweg ins Gesicht gelogen! Nicht gerade die feine Art. Das schweisst unser Minigrüppchen aber noch mehr zusammen, das minimalistische Essen nehmen wir mit Humor und abends im Schlag fühlen wir uns wie damals im Skilager.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-948" title="IMG_2097" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_2097.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Boliviens Altiplano ist schön, sehr schön!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-949" title="DSC09789" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/dsc09789.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
K.O. auf fast 5000 Metern über Meer.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-950" title="IMG_2206" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_2206.jpg?w=500&#038;h=667" alt="" width="500" height="667" /><br />
In Bolivien blubbert und stinkt es noch spektakulärer.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-951" title="IMG_2308" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_2308.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Laguna Colorado, Heimat von drei Flamingoarten.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-952" title="IMG_2321" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_2321.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Am Morgen früh sind die Flamingos noch nahe. Sobald die ersten Touristen Steine werfen, um ein Flugfoto zu schiessen, verdrücken sie sich. Verständlich. Übrigens werden besagte Touristen nach einem heftigen Wortwechsel mit Didier die restlichen zwei Tage der Tour kein Wort mehr mit uns sprechen.</p>
<p>Tag 2<br />
Tagwacht um 07:00 nach einer schlaflosen Nacht. Auf 4300 M.ü.M. zu sechst in einem winzigen Schlag ohne Fenster zu übernachten ist nichts für unsere Körper, der Puls rast die ganze Nacht und das Gefühl zu wenig Luft zu kriegen, macht die Situation nicht besser. Aber irgendwann ist zum Glück auch diese Nacht zu Ende. Nach dem Frühstück, immerhin reicht es gerade knapp, um die knurrenden Mägen zu füllen, geht es weiter durch wunderbar karge Landschaften, die uns immer mehr an die Mongolei erinnern. Fahrer Sebastian, der offensichtlich null Ahnung von seinem Land und den Bewohnern hat, liefert uns mit seinen kuriosen Aussagen Stoff für Running-Gags und viel Galgenhumor. Gegen Abend erreichen wir den Dampflokfriedhof von Uyuni, ein wahrlich spezieller Ort. Nach heftigen Diskussionen ist es dann plötzlich kein Problem mehr, uns in drei Zweierzimmern im ursprünglich versprochenen Hostel einzuquartieren. Die letzten eineinhalb Tage hatte man uns stets gesagt, es sei ausgebucht. Lügen hier in Bolivien eigentlich alle so skrupellos? Dort treffen wir endlich wieder auf die anderen Teilnehmer „unserer“ Organisation, müssen aber wohl nicht erwähnen, dass das (lausige) Abendessen in verschiedenen Lokalen stattfindet… Immerhin schaffen wir es, nach dem Essen noch gemeinsam ein Bierchen zu trinken. PS: Die Bolivianer haben das Vegetarier-Konzept nicht ganz begriffen, denn nach zwei Tagen nur Ei können unsere Vegifreunde die Hühnerfrucht nicht mehr sehen!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-953" title="IMG_2362" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_2362.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Gemäss Sebastian sind Microorganismos an allem schuld, auch an der Farbe der Laguna Negra. Womit er hier vermutlich sogar recht hat!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-954" title="IMG_2334" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_2334.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Steinbaum nennen die Bolivianer dieses Gebilde.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-955" title="IMG_2380" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_2380.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Dampfloks mit Jahrgang 1907 bis 1950 ruhen auf Uyunis Lokfriedhof.</p>
<p>Tag 3<br />
Tagwacht um 05:00 Uhr, dann Fahrt auf den Salzsee zum Sonnenaufgang. Unnötig zu erwähnen, dass unsere Schweizer Freunde im Salzhotel frühstücken dürfen, während wir draussen auf dem Salar schlottern. Nun ja, diesmal ist uns das ziemlich egal, wir haben anderes zu tun: Ungefähr 15 Sekunden nach dem Ausdemjeepsteigen ist unser Sechserteam nicht mehr zu bremsen. Demokratisch werden die besten Ideen für Perspektivenfotos und Videos gewählt und unter minuziöser Regiearbeit umgesetzt. Das Resultate von drei unvergesslichen Stunden auf dem grössten Salzsee der Welt: Witzige Fotos und Videos, saumässig dreckige Kleider und tags darauf heftigen Muskelkater! Unter uns gesagt, wir können die eigene Euphorie kaum nachvollziehen, aber es soll schon anderen Salarbesuchern so ergangen sein…</p>
<p>PS: Die coolen Videos folgen noch!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-956" title="IMG_2427" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_2427.jpg?w=500&#038;h=667" alt="" width="500" height="667" /><br />
Little Big Kiss.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-957" title="IMG_2517" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_2517.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Eggs-cellent!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-959" title="IMG_2464" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_2464.jpg?w=500&#038;h=407" alt="" width="500" height="407" /><br />
Mac Igor.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-960" title="IMG_0687" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_0687.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Making Of Eggs-cellent.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-961" title="DSC09982" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/dsc09982.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Qualitätskontrolle.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-962" title="IMG_2508" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_2508.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Openair-Küche auf dem Salar.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-963" title="IMG_2433" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_2433.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Na, geht doch: Das letzte Mittagessen war gut <em>und</em> genug!</p>
<p>Zurück in Uyuni verabschieden wir uns von Niru, Swami, Igor, Celine und Pascal nicht ohne vorher noch mit einer unfähigen Serviertocher fast einen Streit anzuzetteln. Ehrenwort, es war nicht unser Fehler! Die fünf reisen in Bolivien weiter, während Manoj und wir wieder zurück nach San Pedro wollen. Der Fahrer kommt eine volle Stunde zu spät zum vereinbarten Treffpunkt, ein Wunder, dass er uns nicht ganz vergessen hat. Immerhin ist es diesmal ein Familienvater in fortgeschrittenem Alter, weshalb das Fahrtempo etwas besser den Verhältnissen angepasst ist als auch schon. Zu später Stunde im Refugio der „richtigen“ Tourorganisation angekommen, gibt es genügend Essen, Kaffee und Tee, ein Mehrbettzimmer mit Fenster und saubere Klos. Was will man mehr? Wir drücken grosszügig ein Auge zu, als Didier beim Lichterlöschen wegen dem defekten Schalter plötzlich unter Strom steht&#8230;</p>
<p>Tag 4<br />
Tagwacht um 04:30 Uhr (!). Ohne Frühstück rumpeln wir drei Stunden lang in einer Tiefkühlbox namens Landcruiser durch die Gegend, bis die ersten Sonnenstrahlen uns schliesslich aus der Kältestarre befreien (Heizung, was ist das?). Frühstück hätte es nochmal eine Stunde später am bolivianischen Zoll gegeben, mit Betonung auf hätte. Denn während wir in zähen Verhandlungen mit dem anwesenden Verantwortlichen der Jeepagentur stehen, essen die Neuankömmlinge das Openair-Frühstücksbuffet kahl. Unser Argument „Nicht die bezahlte Leistung erhalten plus mehrmals angelogen worden“ wird mit ihrem Argument „Wenigstens war euer Fahrer nicht besoffen“ abgestochen, was soll man da noch sagen? Schliesslich werden wir noch vor Eintreffen in San Pedro mit einer Geldnote ruhiggestellt, um zu vermeiden, dass wir im zentral gelegenen Reisebüro vor potentieller Kundschaft Zoff machen. Das zurückerhaltene Geld investieren wir sogleich in eine Flasche Wein, um den Tag zu dritt mit einem selbstgemachten Risotto beim Pfusbus ausklingen zu lassen.<br />
Ende.</p>
<p>Tags darauf rebellierte Didiers Magen, was hin und wieder vorkommt und an sich nichts aussergewöhnliches ist. Doch plötzlich stieg die Temperatur rasant auf 39.5 Grad, da war fertig lustig. Im Gegensatz zur Mongolei hatten wir diesmal die richtigen Antibiotika dabei und mit Tinu erneut ein Fern-Arzt, auf den man auch mitten in der Schweizer Nacht zählen kann. Ganz herzlichen Dank für Deine Unterstützung! Nun verlängern wir halt noch ein bisschen in San Pedro, bis es dann gesund und munter wieder nach Argentinien geht.</p>
<p>Hasta luego, los Pfusbüssleros<br />
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<br />Einsortiert unter:<a href='http://pfusbus.com/category/sudamerika/'>Südamerika</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/pfusbus.wordpress.com/947/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/pfusbus.wordpress.com/947/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pfusbus.com&#038;blog=17748321&#038;post=947&#038;subd=pfusbus&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Von Cafayate bis San Pedro de Atacama</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Mar 2012 18:25:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara &#38; Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Hiace]]></category>
		<category><![CDATA[Pfusbus]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Reisefahrzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Weltreise]]></category>

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		<description><![CDATA[San Pedro de Atacama, 17.03.2012, 45‘600km Hola chicos, que tal? Natürlich nutzten wir die Zeit in der Region Cafayate ausgiebig, um Wein zu probieren und auf der Plaza zu Empanadas dem Treiben der Einheimischen zuzuschauen. Die meisten Bodegas der Region bieten mehr oder weniger interessante Führungen durch ihre Produktionsstätten an und lassen einem teilweise auch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pfusbus.com&#038;blog=17748321&#038;post=906&#038;subd=pfusbus&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>San Pedro de Atacama, 17.03.2012, 45‘600km</p>
<p>Hola chicos, que tal?<br />
Natürlich nutzten wir die Zeit in der Region Cafayate ausgiebig, um Wein zu probieren und auf der Plaza zu Empanadas dem Treiben der Einheimischen zuzuschauen. Die meisten Bodegas der Region bieten mehr oder weniger interessante Führungen durch ihre Produktionsstätten an und lassen einem teilweise auch die produzierten Weine degustieren. Zu den in der Schweiz bekanntesten gehören wohl die Bodegas Etchart und Colomé. Erstere liegt 2km ausserhalb Cafayates und war somit einfach zu erreichen, die andere jedoch in einem völlig isolierten Tal und nur schwer zugänglich. Wie schwer, das sollte sich noch herausstellen. Wer aus Cafayate nach Norden fährt, hat ein Dilemma zu lösen. Die beiden möglichen Strassen sind in hartem Wettstreit um die exklusivere und eindrücklichere Szenerie. Wir beschlossen also, einen Teil auf der östlichen geteerten Strasse zu fahren, dann zurück und wieder nach Norden auf der abgelegenen, ungeteerten. Die Felsen, Schluchten und Flüsse waren auf beiden Seiten unglaublich beindruckend, es fiel uns schwer, uns noch auf die Strasse zu konzentrieren.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-907" title="IMG_1165" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1165.jpg?w=500&#038;h=406" alt="" width="500" height="406" /><br />
Hmmm, Erdbeere?, Pfirsich?, Melone? Oder doch Traube und Alkohol?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-908" title="IMG_1176" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1176.jpg?w=500&#038;h=336" alt="" width="500" height="336" /><br />
Relaxtes Treiben auf der Plaza von Cafayate.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-909" title="IMG_1212" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1212.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Strasse 1 mit Prima-Felsformationen?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-910" title="IMG_1270" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1270.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Oder doch Strasse 2 mit Prima-Felsformationen?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-911" title="IMG_1256" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1256.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Hier war definitiv kein Benzin zu haben.</p>
<p>Die ungeteerte Strasse führte uns schliesslich nach Molinos, wo wir nach zusätzlichen 18 km die Bodega Colomé erreichen wollten. Dieser Besuch war Pio und Inger leider nicht vergönnt gewesen, hatten ihnen doch schwere Unwetter einen mächtigen Strich durch die Rechnung gemacht. Obwohl für uns die Sonne schien, kam der Pfusbus das erste Mal auf dieser Reise an sein Limit. Aufgrund des Regens war ein Fluss in Molinos immer noch so hoch angeschwollen, dass für uns definitiv kein Durchkommen war. Nur noch die grossen Pickups liessen sich von Traktoren durch den Fluss ziehen, alle anderen machten kehrt. Dank ein paar Pesos, Sergio, seinem Jeep und Traktor ging es für uns am nächsten Tag trotzdem in Richtung Colomé. Je weiter wir durch die Gegend holperten, desto froher waren wir, unseren Pfusbus hier zu schonen. Die Bodega gehört dem Schweizer Donald Hess (neben anderen in Südafrika, Kalifornien und Australien) und ist nicht nur für ihren Wein bekannt, sondern auch für ein hochexklusives Hotel und ein eigenes Kunstmuseum. Das Hotel wird nur noch an Gruppen vermietet, aber ein Doppelzimmer wäre für uns sowieso budgetmässig definitiv ausser Reichweite gewesen. Wir wurden aber kompetent durch Bodega und das Museum geführt und genossen anschliessend ein Glässchen Wein auf der Terrasse mit Sicht auf Reben und Berge. Als wir auf der Rückfahrt unsere Freude an den riesigen Kakteen erwähnten, machte Sergio eine Vollbremsung, legte den Rückwärtsgang ein, rollte ein paar Meter zurück und meinte dann: „Schaut hier hat es ganz kleine, nehmt doch einen mit nach Europa“.  Wir dankten und schmunzelten, liessen es aber sein, den Mann über Naturschutz und Zollvorschriften aufzuklären. Denn hier in Molinos ist die Welt noch in Ordnung.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-912" title="IMG_1331" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1331.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Nur so geht’s: Traktor mit Ballast und wir schleifen hinterher…</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-913" title="IMG_1293" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1293.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Der Weg zur Bodega Colomé führt durch wunderschöne Landschaften.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-914" title="IMG_1305" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1305.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Hier lagert der edle Tropfen.</p>
<p>Zum ersten Mal in Südamerika gefallen uns die Städtchen und Dörfer hier im Nordwesten Argentiniens so richtig. Bisher waren sie entweder übertouristisch (z.B. El Calafate, Bariloche, Pucon oder Ushuaia) oder einfach nicht wirklich Bijous (alle anderen). Darum quartierten wir uns ab und zu wieder einmal auf einem Campingplatz ein, um das Kleinstadt- bzw. Dorfleben ein bisschen zu geniessen. Wir machten nach Cafayate noch halt in Molinos, Cachi und danach Purmamarca. Dazwischen besuchten wir auch Salta, nur um wieder einmal herauszufinden, dass das argentinische Grossstadtleben einfach nicht so unser Ding ist. Vermutlich hat auch nicht geholfen, dass der Campingplatz die ganze Nacht von einer Monster-Karaoke-Party von nebenan beschallt wurde. In Cafayate und Cachi hätten wir Landeier uns aber sofort einleben können.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-915" title="IMG_1368" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1368.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Nightlife auf der hübschen Plaza von Cachi.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-941" title="IMG_1441" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_14411.jpg?w=500&#038;h=667" alt="" width="500" height="667" /><br />
Könnte fast St. Petersburg sein, ist aber Salta.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-918" title="IMG_1477" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1477.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Purmamarca beeindruckt vor allem mit seiner Lage inmitten von farbigen Felsen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-921" title="IMG_1398" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1398.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Wir haben den Grössten (entdeckt).</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-922" title="O" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/p3080013.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Jubiläum. Im besten Alter, unser Pfusbus.</p>
<p>Eine spannende Angelegenheit war der Paso de Jama, die Hauptverbindung zwischen Argentiniens Nordwesten und Chile. Der Höhenmesser zeigte bis 4800 M.ü.M., der Pfusbus kam dabei schon ein bisschen ins keuchen und wir auch… Die Landschaften waren fantastisch und die Strasse, wenn nicht gerade von Erdrutschen und Flüssen weggeschwemmt oder von umgekippten LKWs versperrt, in einem Topzustand. Die beiden Zollstationen, mit 160 km Niemandsland dazwischen, passierten wir auch souverän und von Zöllner Gino haben wir nun sogar die Natelnummer, im Fall der Fälle. Er ist Münzensammler und hatte uns nach einer Schweizer Münze gefragt. Wir versorgten ihn zusätzlich mit Münzen aus Zentralasien. Das wird ihn in der lokalen Sammlerszene sicher in neue Sphären heben.</p>
<p>San Pedro de Atacama ist eine Oase am Nordrand der Atacama-Wüste, nördlich davon beginnt das chilenische und bolivianische Altiplano. Es ist eines der Standardtouristenziele Chiles und bietet in der Umgebung Vulkane, Geysire, Salzseen, Lagunen, Oasen, Felsformationen und mit Vicuñas, Lamas und Flamingos auch viel Wildlife. Das Dorf beherbergt nebst der einheimischen Bevölkerung viele Hippies und Aussteiger aus der ganzen Welt, welche heutzutage sehr gezielt das Maximum aus den Touristen herausholen: Alles kostet, und zwar richtig viel. Auch der Pfusbus wurde zu einer Art Touristenattraktion, immer wieder sprachen uns neugierige Schweizer an und knipsten Fotos von unserem vierrädrigen Zuhause. Gratis natürlich.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-923" title="IMG_1641" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1641.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Wow, wieder Höhenrekord!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-924" title="IMG_1590" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1590.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Wüste auf 4000 M.ü.M.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-925" title="IMG_1604" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1604.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Surreale Landschaften aus Wasser, Sand und Bergen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-926" title="IMG_1542" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1542.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Salzige Angelegenheit auf den Salinas Grandes.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-927" title="IMG_1649" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1649.jpg?w=500&#038;h=359" alt="" width="500" height="359" /><br />
Wo das wohl hinführt? Der Cerro Chajnantor mit 5639 Meter nicht gerade ein Winzling. Diese Strasse haben wir aber trotz 4WD sein lassen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-928" title="IMG_1683" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1683.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Über der Atacama thront der Prachtsvulkan Licancabur mit 5916 Metern.</p>
<p>Unsere erster Ausflug aus San Pedro hinaus führte uns der bolivianischen Grenze entlang nach Norden zu den Tatio-Geysiren. 90 km Holperpiste von 2300 bis auf 4300 Meter hinauf wären an sich schon genug Herausforderung. Der momentane allabendliche Regen verwandelt die Strecke je nach Höhe zusätzlich entweder in einen See, Matsch, Schneematsch oder Glatteis. Doch wenn es jeden Morgen früh (dann ist die Szenerie am imposantesten) zwei Dutzend Touristenbusse und mindestens so viele Jeeps dort hoch schaffen, dann sollte das ja für den Pfusbus kein Problem sein. Wir liessen uns viel Zeit. Was die meisten Touris in sieben Stunden schaffen, machten wir in drei Tagen, genossen dabei das chilenische Altiplano und wunderschöne Pfusplätze mit Aussicht auf die Atacama-Wüste und schneebedeckte Berge und Vulkane. Dank antizyklischem Verhalten kamen wir just bei den Geysiren an, als die letzten (vorher im Schlamm stecken gebliebenen) Touribusse wieder abzogen. Prima. Wir hatten das gesamte Geysirfeld inklusive der 35° warmen Badequelle den ganzen Nachmittag für uns alleine, herrlich. Fies war einzig das Aussteigen aus dem Pool und das Umziehen, auf 4320 Meter über Meer weht ein kaltes Lüftchen. Nach Sonnenuntergang sackte die Temperatur erst richtig in den Keller. Nach einem Abend in der ungeheizten Küche der Parkverwalter ging‘s in voller Montur ab in den Schlafsack, um um sechs in der Früh wieder rauszukriechen und bei klirrender Kälte Zeugen eines tollen Naturschauspiels zu werden. Während wir uns in der Höhe erstaunlich fit fühlten, bekam sie dem Pfusbus leider nicht so gut. Einmal abgekühlt wollte er morgens partout nicht mehr anspringen, angesichts unserer doch ziemlich isolierten Pfusplätze eine jeweils ungünstige Situation. Man(n) liess sich jedoch nicht ermutigen und seit Didiers Erste-Hilfe-Kur für alle Kontakte springt der Motor auch in der Früh wieder wie gewohnt an, muy bien! Übrigens, so ganz ab vom Schuss wie gedacht sind wir manchmal wohl doch nicht. Nach einem Besuch des verträumten Inka-Dorfes Caspana, der Schulleiter wollte Didier gleich als Englischlehrer einstellen, fanden wir abends einen wunderschönen Pfusplatz auf einem Hochplateau. Dort hinauf waren wir mehr zufällig als geplant gelangt, denn auf der haarsträubenden Piste durch einen Canyon war umkehren plötzlich keine Alternative mehr. Also Kriechgänge rein, Augen zu und durch. Tags darauf gerade gemütlich am Frühstücken, rumpelte und röhrte es plötzlich aus dem Canyon herauf und wir staunten nicht schlecht, als kurz darauf ein Polizeiauto auftauchte. Oh oh, doch glücklicherweise waren die beiden Carabinieros nicht an uns, sondern an einem weissen Pickup interessiert, welchen sie verzweifelt mit dem Fernglas suchten. Wir steuerten ein überzeugendes „Hier ist in den letzten 12 Stunden garantiert niemand vorbeigekommen“ zu den Ermittlungen bei und durften ruhig weiteressen. So geht das.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-929" title="IMG_1908" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1908.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Es brodelt, sprudelt, dampft und stinkt, alles äusserst effektvoll.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-930" title="IMG_1891" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1891.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Der höchste Geysir schafft nur gerade 150 cm, lässt aber ganz schön Dampf ab.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-932" title="IMG_1942" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_19421.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Dieser Pfusplatz schaffte es auf Anhieb in die Top 10.</p>
<p>Wer grosse Lastwagen liebt und gerne im Sandkasten spielte, würde in Chuquicamata auf seine Kosten kommen. Die grösste Tagbau-Kupfermine der Welt lässt sich hier besichtigen. Jede Menge Erde wird täglich aus drei Riesenlöchern herausgebuddelt und mit Riesencamions aus der Mine gefahren, daraus entstehen 1500 Tonnen Kupfer täglich. Imposant. Die äusserst negativen Einflüsse auf die Natur wurden auf der Tour allerdings nicht angesprochen: Astronomischer Wasserverbrauch, vergiftete Abwasser, völlig umgepflügte Landschaft, um nur einige zu nennen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-933" title="IMG_2000" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_2000.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
5km lang, 3km breit und 1km tief. Die grösste der drei Minen von Calama. Jede der sichtbaren Linien entspricht ca. 20 Höhenmetern!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-934" title="IMG_2016" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_2016.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
So ein Laster kann das Gewicht von 160 Pfusbussen (400t) transportieren, braucht aber 3l Diesel/Minute!</p>
<p>Zurück in San Pedro liebäugeln wir mit einem Abstecher ins bolivianische Altiplano. Ob wir es tun oder nicht, mehr dazu im nächsten Post.<br />
Hasta luego, die Pfusbüssler</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-935" title="IMG_1743" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1743.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://pfusbus.com/category/sudamerika/'>Südamerika</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/pfusbus.wordpress.com/906/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/pfusbus.wordpress.com/906/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pfusbus.com&#038;blog=17748321&#038;post=906&#038;subd=pfusbus&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Von Santiago bis Cafayate</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 19:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara &#38; Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
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		<description><![CDATA[Cafayate, 01.03.2012, 44‘117 km Hola! Manchmal gibt es Tage, an denen einfach alles passt. Zum Beispiel dieser: Nach einem gemütlichen Frühstück mit Soledad verabschiedeten wir uns von ihr und unserem vorübergehenden Zuhause in Santiago und fuhren mal wieder mitten durchs Stadtzentrum, mit Traditionen soll man nicht brechen. In Los Andes fanden wir auf Anhieb einen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pfusbus.com&#038;blog=17748321&#038;post=863&#038;subd=pfusbus&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Cafayate, 01.03.2012, 44‘117 km</p>
<p>Hola!<br />
Manchmal gibt es Tage, an denen einfach alles passt. Zum Beispiel dieser: Nach einem gemütlichen Frühstück mit Soledad verabschiedeten wir uns von ihr und unserem vorübergehenden Zuhause in Santiago und fuhren mal wieder mitten durchs Stadtzentrum, mit Traditionen soll man nicht brechen. In Los Andes fanden wir auf Anhieb einen Bremsspezialisten und innert 10 Minuten erhielt der Pfusbus neue Bremsbeläge, sicher ist sicher in den Anden. Kurz darauf nahmen wir bei schönstem Wetter die Passtrasse nach Mendoza in Angriff. Dank einem Tunnel braucht man heutzutage nicht mehr bis ganz hoch zu fahren, wir liessen es uns aber nicht nehmen und kurvten noch das alte, ungeteerte Strässchen rauf bis auf die Passhöhe, mit 4000 M.ü.M nicht nur für den Pfusbus, sondern auch für uns ein neuer Höhenrekord. Die Aussicht auf das Tal und Bergspitzen in allen Farben war spektakulär. Wieder ein paar Meter weiter unten bot sich die Gelegenheit für ein kleines Höhentraining. Eine kurze Wanderung und schon hatten wir perfekte Sicht auf den höchsten Berg ausserhalb des Himalayamassivs, den Aconcagua. Das zweistündige Schlangenstehen am Zoll wegen Ferienrückreiseverkehr war halb so schlimm, die Zöllner waren für einmal gut organisiert und freundlich und kein einziger kam dem Pfusbus zu nahe. Dann ging es auf weiterhin tadelloser Strasse runter durch ein spektakuläres Tal, wo wir beim Eindunkeln einen tollen Pfusplatz an einem kleinen Canyon fanden. Sozusagen als Bettmümpfeli präsentierte sich ein wunderbarer Sternenhimmel, ein guter Abschluss für einen guten Tag.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-865" title="IMG_0770" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_0770.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Höhenrekord für alle auf 4000 Meter über Meer.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-866" title="IMG_0757" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_0757.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
„Hochgebirgsstrasse, extreme Vorsicht!“</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-867" title="IMG_0795" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_0795.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Der Aconcagua erreicht stolze 6959 Meter über Meer und ist damit der höchste Berg ausserhalb des Himalayas.</p>
<p>Dann gibt es leider auch Tage, an denen nicht viel so läuft wie man es gerne hätte. Zum Beispiel der Tag darauf. Endlich im brütend heissen Mendoza angekommen, machten wir uns auf die Suche nach einem Supermarkt und Benzin. Erstes war kein Problem, einfach schade, dass die Argentinier auf den Schattenparkplätzen immer so parkieren, dass auf zwei Feldern nur ein Fahrzeug Platz hat. Der Pfusbus erreichte Rekordinnentemperaturen. Zweites stellte sich als schwieriger heraus, als gedacht. Keine einzige staatliche Tankstelle hatte Benzin, also blieb uns nur übrig, bei einer teureren privaten anzustehen. Nach einer öden und wegen den vielen Lastern und den heissen Temperaturen mühsamen Fahrt endlich in San Juan angekommen, erreichte die Benzinsuche ungeahnte Ausmasse. Nach einer guten Stunde hatten wir sämtliche Tankstellen der ganzen Stadt abgeklappert mit dem Resultat, dass nur 1 von ca. 20 noch Benzin hatte. Bei einer Einwohnerzahl von 420‘000 und einer einzigen operierenden Tanksäule bedeutete das 3 Stunden Schlangenstehen bei sengender Hitze! Dabei war nicht gerade hilfreiche, dass jeder vierte Pickup auf der Ladefläche noch 200 Literfässer gefüllt haben wollte. Naja, wir konnten es ihnen schlecht übel nehmen, die Situation zwingt die Leute ja zum Hamstern. Das Schlimmste an der ganzen Sache ist, dass das Problem einzig und allein politische Wurzeln hat, denn Öl hat Argentinien mehr als genug. Die riesigen Ölfelder haben wir im Süden mit eigenen Augen gesehen. Tatsache ist, dass der Export dermassen lukrativ ist, dass seit Monaten das eigene Volk (und die eigene Wirtschaft!) unter einem krassen Treibstoffmangel zu leiden haben. Ziemlich entnervt und müde fanden wir schliesslich ausserhalb einen eigentlich schönen Pfusplatz, wegen Orkanböen und Gewitter war die Nacht aber nicht gerade erholsam.</p>
<p>Schliesslich gibt es auch jene ganz speziellen Tage, die an Spannung kaum zu überbieten sind und erst noch mit einem Riesenhighlight enden. Der nächste war so einer. Nach der Hitze kam der Regen, und zwar richtig. Alle paar hundert Meter floss ein Bach über die Strasse und der Pfusbus stürzte sich mutig in die Fluten und Schlammlawinen. Im Gegensatz zu uns wurde er glücklicherweise nicht nervös und passierte auch jene Stellen mit Bravour, wo uns 100 in PWs und Bussen steckengebliebene Augenpaare gespannt beobachteten. Als bereits wieder die Sonne vom Himmel lachte, dann der ultimative Kick. Uns erwartete ein 150 Meter breiter reissender Fluss! Um die Spannung noch ein bisschen zu steigern, ging es vom Strassentrasse 1.5 Meter einen Wasserfall runter ins eigentliche Flussbett. Während uns bei der Durchquerung bei einem Wasserstand über der Radhöhe und reissender Strömung die Luft wegblieb, blieb der Pfusbus zum Glück cool! Wegen dem Mix aus Adrenalin und vorher getrunkenem Mate fühlten wir uns nachher wie auf Drogen. Die wunderschöne Passfahrt nach Chilecito sorgte wieder für einen ruhigen Puls und nur wenige Kilometer später war es endlich so weit: Wir feierten ein freudiges Wiedersehen mit Pio und Inger! Die beiden touren vier Wochen in Nordargentinien und Chile herum, hatten aber bisher wahnsinniges Wetterpech. Geschlossener Flughafen in London wegen Schnee, geschlossene Strassen und Nationalparks in Südamerika wegen sinnflutartigem Regen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-868" title="IMG_0864" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_0864.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Da war es noch heilig.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-869" title="IMG_0875" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_0875.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Da stieg der Puls!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-870" title="P1040868" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/p1040868.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Nach einem halben Jahr glücklich wieder vereint!</p>
<p>Mit Pio und Inger verbrachten wir interessante und vollgepackte Tage. In Chilecito wurde 1907 mit dem Silberabbau am Famatina, dem 6000er der über der ganzen Region thront, begonnen. Dazu wurde eine 35km lange Seilbahn gebaut, von welcher die Talstation heute immer noch zu besichtigen ist. Steigende Edelmetallpreise ermöglichen heute wieder eine rentable, aber wasserintensive Ausbeutung und schon ist man daran, die seit 50 Jahren stillgelegte Mine zu reaktivieren. Die Bevölkerung steht dem sehr skeptisch gegenüber, denn das Schmelzwasser des Berges versorgt die ganze Region. Gefragt wird hier aber niemand. Tags darauf erkundeten wir den Talampaya Nationalpark, wo in einem eindrücklichen Canyon mit 150 Meter hohen Wänden bizarre Felsformationen zu sehen waren. Weiter ging es in den Parque Provincial Ischigualasto, wo die Canyons zwar kleiner, die Felsen aber noch bizarrer wurden. Für uns Dauercamper eine willkommene Abwechslung war das wunderschöne Hotel, welches als Basis für die Erkundungstouren diente.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-898" title="O" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/p22400011.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Die Talstation der Minenseilbahn. 35 km lang mit 3500 Höhenmetern, neun Stationen und einem Tunnel.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-874" title="IMG_0968" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_0968.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Eindrücklicher Tampalaya Canyon.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-880" title="IMG_1009" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_10091.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Valle de la Luna.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-881" title="IMG_1041" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_10411.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Submarine heisst dieser Fels.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-882" title="IMG_1025" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_10251.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Die Steinkugeln treten nach und nach an die Oberfläche. Niemand weiss genau, wie sie entstehen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-899" title="IMG_0925" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_0925.jpg?w=500&#038;h=367" alt="" width="500" height="367" /><br />
Ferien von den Ferien: So relaxt es sich vom Overlanderleben vom Feinsten. Warm und kalt Wasser nach Belieben, Klimaanlage, Fernsehen, Frühstücksbuffet,  WiFi und Swimming Pool. Was hatten wir bisher falsch gemacht? Muchas gracias Pa für diesen willkommenen Luxus, wir haben es sehr genossen!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-885" title="IMG_1012" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1012.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Merci viumau für euren Besuch und die tolle Zeit zusammen. Bis bald zu Hause!</p>
<p>Nachdem wir am Abend vorher den Grill für eine Riesenportion Fleisch zum glühen gebracht hatten, hiess es nach drei tollen Tagen wieder Abschied nehmen. Die beiden zogen weiter nach Mendoza, wo sie die letzten Tage ihrer Ferien verbringen werden. Wir hingegen rollten langsam Richtung Norden und statteten allen Geheimtipps von Pio und Inger einen Besuch ab. Der erste führte uns zu den Inka Ruinen von El Shincal, wo wir zuerst Abends und dann beim ersten Tageslicht die Ruinen in bestem Licht und ganz für uns alleine erkunden konnten.</p>
<p>Bisher hatten wir in dieser Gegend, welche quasi allen argentinischen Wein produziert, noch keine Bodega besichtigt. Dies holten wir in Hualfin nach, dem nächsten Tipp von Pio und Inger. Winzer Elio führte uns durch die brandneue Anlage, erklärte jedes Detail und liess uns die Weine direkt ab den riesigen Edelstahltanks degustieren. Und anstatt dass wir dann Wein kaufen mussten, bekamen wir welchen geschenkt, denn Elio war von unserer Reise so fasziniert, dass er uns nicht ohne Torrontes und Malbec weiterreisen liess.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-900" title="IMG_1080" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1080.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Machu-Pichu-Ersatz (bis Peru schaffen wir es nicht mehr…): Inkaruinen von Shincal.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-888" title="IMG_1093" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1093.jpg?w=500&#038;h=582" alt="" width="500" height="582" /><br />
Hier kommt der edle Saft aus dem 10‘000l Fass.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-889" title="IMG_1096" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1096.jpg?w=500&#038;h=383" alt="" width="500" height="383" /><br />
Muchas gracias, Elio. Wir werden die Flaschen zum Jahresjubiläum geniessen!</p>
<p>Bei einem kurzen Stopp ausserhalb Santa Maria füllten wir die Kühlbox mit Geisskäse aus lokaler Produktion, eine willkommene Abwechslung vom faden Supermarktkäse. Die Ruinen von Quilmes zeigten uns, dass nicht nur Griechen und Römer in der Lage waren, schon in der Frühzeit eindrucksvolle Siedlungen zu bauen. Die Quilmes, so hiess das Volk, bauten eine Stadt für 6‘000 Einwohner an die steilen Bergflanken Catamarcas. Nachdem im 15. JH die Inkas die Stadt friedlich eroberten, vermischten sich die beiden Völker, bis die Spanier 230 Jahre später auch hier die hintersten und letzten Ureinwohner ausgerottet oder verschleppt hatten. Wir konnten die Ruinen in Begleitung eines motivierten Guides besichtigen, der von den Quilmes abstammt und uns viel zur Geschichte der Stadt und des Volkes zu erzählen hatte.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-890" title="IMG_1112" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1112.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Der ganze Berg war einmal eine Terrassenstadt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-891" title="IMG_1123" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_1123.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
An den Flanken waren Festungen. Hier die Sicht von einem Wachturm aus auf die Stadt.</p>
<p>Dann war es Zeit für einen zweiten Bodegabesuch, diesmal bei einer der grössten der Region. Die Tour war zwar nicht besonders informativ, aber die anschliessende „Degustation für Anfänger“ war unterhaltsam und bei gegen 40 Grad im Schatten sind gekühlte Weinkeller ein wohltuend angenehmer Aufenthaltsort. In Cafayate würfelte der Zufall eine buntgemischte Truppe zusammen und ehe wir uns versahen, hatten wir auf dem Campingplatz die Argentinier betreffend Parilla-Grösse weit hinter uns gelassen. Der Abend war verbal eine Herausforderung, wurden doch vier Sprachen gleichzeitig gesprochen und wir mittendrinn. Zu erzählen hatten alle viel: Eine Engländerin und ihr neuseeländischer Freund touren mit dem Motorrad durch Südamerika, ein Paar aus Frankreich radelt mit der 3-jährigen (!) Tochter von Ushuaia nach Ecuador, ein kanadisches Päärchen pedalt von Ushuaia nach Alaska und aus der Schweiz hatten wir Verstärkung von Sandra und Filippo, die wir unterwegs schon vier Mal getroffen hatten und mit Mietwagen und Hotelunterkünften am luxuriösesten unterwegs sind von uns allen. Wir finden, Reisen ist ja soooo schön!<br />
Liebe Grüsse y hasta luego,</p>
<p>die Pfusbus-Reisenden<br />
<img class="alignnone size-full wp-image-892" title="IMG_0987" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/03/img_0987.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://pfusbus.com/category/sudamerika/'>Südamerika</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/pfusbus.wordpress.com/863/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/pfusbus.wordpress.com/863/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pfusbus.com&#038;blog=17748321&#038;post=863&#038;subd=pfusbus&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Von San Martin nach Santiago</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 18:16:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara &#38; Didier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Hiace]]></category>
		<category><![CDATA[Pfusbus]]></category>
		<category><![CDATA[Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Reisefahrzeug]]></category>
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		<description><![CDATA[Santiago de Chile, 20.02.2012, 42‘390 km Hola chicos! Wir grüssen Euch aus Santiago de Chile, welches momentan eine Doppelrolle als Hauptstadt und als Backofen spielt. Wettertechnisch waren die letzten Tage und Wochen eine Achterbahn, von 5 – 35° Grad und Regen und Nebel bis zu strahlendem Sonnenschein gab es alles. Von San Martin de los [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pfusbus.com&#038;blog=17748321&#038;post=831&#038;subd=pfusbus&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Santiago de Chile, 20.02.2012, 42‘390 km</p>
<p>Hola chicos!<br />
Wir grüssen Euch aus Santiago de Chile, welches momentan eine Doppelrolle als Hauptstadt und als Backofen spielt. Wettertechnisch waren die letzten Tage und Wochen eine Achterbahn, von 5 – 35° Grad und Regen und Nebel bis zu strahlendem Sonnenschein gab es alles. Von San Martin de los Andes ging es bei schönstem Wetter hoch zum Paso Carriniñe, mit Stopover an der wunderschönen Laguna Verde mit Lavastrand. Die Abfertigung beim argentinischen Zollhäusschen in der Grösse einer Telefonkabine dauerte rekordverdächtige 60 Sekunden, danach investierten wir nochmals 120 Sekunden zum Abklären, ob es wirklich kein Problem ist, bei den chilenischen Zöllnern erst einen Tag später vorbeizugehen. Immerhin lagen fast 100 km Niemandsland vor uns. Je höher es rauf ging, desto weniger glaubten wir der Chica vom Tourismusbüro in San Martin, dass diese Passstrasse auch für PWs problemlos zu bewältigen sei. Wir waren alles andere als unglücklich über die 4&#215;4-Fähigkeiten des Pfusbus. Zwischendurch erhaschten wir aus dem dichten Wald einen Blick auf den perfekt geformten Vulkankegel des Lanin: Sehr, sehr eindrücklich. Kurz nach der Passhöhe erwarteten uns am nächsten Tag drei freundliche, aber leider übermotivierte Zöllner. Nachdem der Papierkrieg erledigt war &#8211; ohne Computer wird man auch nicht mit Afghanen verwechselt &#8211; wies uns der eine Zöllner an, den ganzen (!) Pfusbusinhalt auf zwei Tischchen auszubreiten. Auf Didiers Bemerkung, das werde aber ganz schön lange dauern, holte er ohne mit der Wimper zu zucken seine Kollegen zur Verstärkung. Einmal leer Schlucken und tief einatmen, dann starteten wir erfolgreich ein Ablenkungsmanöver mit viel Lob über Chile und der einen oder anderen Anekdote aus dem Overlanderleben und bald hatten die drei Señores vor lauter Diskutieren kein Interesse mehr am Durchsuchen, ufffff… In Chile zeigte sich der Vulkan Villarica von seiner schönsten Seite, die Region war aber dermassen mit Touris überfüllt, dass man fast Angst bekam. Wir hatten zum Glück einen Joker im Ärmel. Marcella von der Riverraftingfirma in Futaleufu hatte uns nämlich angeboten, dass wir ein paar Tage auf ihrem Grundstück in Pucon campen dürfen. Dieses Angebot nahmen wir dankend an, leider hat sie vergessen zu erwähnen, dass das an einem Hang gelegene Häusschen nur via eine haarsträubende 4&#215;4-Piste erreichbar ist. Einmal oben war klar, so schnell fahren wir hier nicht wieder runter. Blöd nur, dass in der Kühlbox gähnende Leere herrschte und auch die Wassertanks nur noch halb voll waren. Auf mehreren Streifzügen im Stil von Indiana Jones durch das verwilderte Gebiet suchten wir vergebens nach Wasser, kehrten aber mit zerrissenen Hosen, zerkratzten Beinen und kiloweise Brombeeren und Äpfel zurück zu unserem Basislager. Dank Rationierung des Wassers (über-) lebten wir wunderbar, es lebe das Selbstversorgerleben! Nach drei Tagen liessen wir Chiles Ferienregion Nummer eins mit überfüllten Nationalparks und entsprechenden Nebenerscheinungen hinter uns.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-832" title="IMG_0525" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/02/img_0525.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Perfekte Figur: Vulkan Lanin.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-833" title="IMG_0493" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/02/img_0493.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Lava als Strand, Asche in der Luft an der Laguna Verde.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-852" title="IMG_0540" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/02/img_0540.jpg?w=500&#038;h=342" alt="" width="500" height="342" /><br />
Auch der Villarica ist nicht von schlechten Eltern.</p>
<p>Also steuerten wir der Küste entgegen und verbrachten auf der Fahrt in den Norden einige Tage am Meer. Der Pazifik mit seinen schwarzen Stränden, den Klippen und den beeindruckenden (und saukalten) Wellen war der Hammer. Das Inland jedoch ist eine einzige Pinien- und Eukalyptusplantage und zusammen mit den Cellulosefabriken alles andere als eine Augenweide. Krass, wie die Natur hier ausgebeutet wird. Auch die Siedlungen machten nur wenige Kilometer von den Tourismuszentren entfernt einen ziemlich ärmlichen Eindruck, dafür fielen auch die Preise von Lebens- und Genussmitteln deutlich und die Menschen waren freundlich und aufgestellt. Die Gegend ist noch von vielen Mapuche, einem Urvolk, bewohnt und wir Blondinen mit der komischen Autonummer waren wieder einmal richtige Exoten. Zwischendurch wurden wir auf ein Glas Wein eingeladen und stets ergaben sich spannende Gespräche.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-835" title="IMG_0574" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/02/img_05741.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Wunderbarer Outdoor-Werkplatz.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-836" title="IMG_0575" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/02/img_0575.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Abend am Strand.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-840" title="IMG_0588" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/02/img_05881.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Ohne Worte.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-838" title="IMG_0645" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/02/img_0645.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Der Pazifik tobt sich aus.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-841" title="O" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/02/p2151884.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Wenn auch nur drei Sekunden: Wir waren drinn!!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-839" title="IMG_0655" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/02/img_0655.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Jaja, hier wird noch mit Ochsen gearbeitet.</p>
<p>Telefonisch erreichten wir Luis und Maria Elena, welche wir auf der Osterinsel kennengelernt hatten, gerade noch knapp vor ihren Ferien und so machten wir uns schleunigst auf in Richtung Santiago. Wir trafen die beiden in einem Aussenquartier der Grossstadt und wurden zuerst zu Maria Elenas Wohnung eskortiert. Während wir drinnen duschten, assen und relaxten verursachte der Pfusbus vor der Siedlung einen Aufruhr. Ein Nachbar glaubte seine Ausfahrt von diesem Ausländer versperrt und alarmierte die Polizei. Als wir ahnungslos aufbrachen, fuhren die Carabineros tatsächlich gerade vor, hatte aber für den Choleriker nur ein Kopfschütteln übrig. Sie erklärten, dass ginge sie also wirklich nichts an und die Ausländer seien ja schon daran, wegzufahren. Auf dem kleinen Vorplatz war es Didier problemlos möglich, den Pfusbus zu wenden und man fragte sich, weshalb der Mann hier mit seinem Kleinauto nicht hätte herausfahren können.  Maria Elena blieb aber eine lange Diskussion mit dem Herrn Nachbarn nicht erspart. Parkiertechnisch ging es sogleich weiter mit Herausforderungen. Wir erreichten das Haus von Luis und seiner Mutter Soledad und machten uns daran, den Pfusbus in der engen Einfahrt zu parkieren. Nach einigen Versuchen gelang dies schlussendlich und wir hatten so unseren Campingplatz für die nächsten paar Tage in Santiago gefunden.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-842" title="IMG_0663" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/02/img_0663.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Perfekt eingepasst.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-843" title="IMG_0718" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/02/img_0718.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Das Häusschen von Luis und Soledad steht in einem typischen Aussenquartier.</p>
<p>Den nächsten Tag starteten wir mit Sightseeing. Luis, Maria Elena und ihr Kollege Sergio nahmen extra einen Tag frei und zeigten uns die Innenstadt Santiagos in einem perfekten Mix aus touristischen und unbekannten Attraktionen. Wir trotzten der brütenden Hitze mit Pausen unter Palmen und Mote con Huesillo, dem chilenischen Nationalerfrischungsgetränk aus Pfirsich und Weizen. Wie konnte es anders sein, beendeten wir den Tag spät am nächsten Morgen mit einer Parilla.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-844" title="IMG_0674" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/02/img_0674.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Palacio de La Moneda. Hier wurde Allende 1973 geputscht.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-845" title="IMG_0685" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/02/img_0685.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Über die Millionenstadt…</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-847" title="IMG_0693" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/02/img_0693.jpg?w=500&#038;h=667" alt="" width="500" height="667" /><br />
…wacht die die Jungfrau auf dem Cerro San Cristobal.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-848" title="IMG_0695" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/02/img_0695.jpg?w=500&#038;h=369" alt="" width="500" height="369" /><br />
Zwei Touristen mit drei Guides: Sergio, Luis, Maria Elena und wir. Muchas gracias, chicos!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-849" title="IMG_0699" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/02/img_0699.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Parilla-Jefe Luis.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-850" title="IMG_0710" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/02/img_0710.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /><br />
Der Marktstand von Soledad mit ihrem Papi.</p>
<p>Luis und Maria Elena reisten am nächsten Morgen früh ab in die Ferien, während wir herzlich als Ersatz-Kinder aufgenommen und von Soledad, einer richtigen chilenischen Mammi, kulinarisch verwöhnt wurden. Im Gegenzug kochten wir die eine oder andere Schweizer Spezialität. Während den folgenden Tagen genossen wir die Vorzüge einer Dusche, nutzten ausgiebig die Waschmaschine und unternahmen alleine oder mit Soledad und Sergio immer wieder kleine Ausflüge in die Nachbarschaft. Spannend war es auf der Feria, einem kunterbunten Strassenmarkt, wo Soledad einen Stand betreibt und von Secondhand-Kleidern über Duschbrausen bis zu lebenden Küken und Wassermelonen alles feilgeboten wird. Einladungen zum Essen beim Grossvater und weiteren Bekannten der Familie und die Einweihung in Geheimnisse der chilenischen Küche rundeten unsere Integration ins chilenische Familienleben wunderbar ab. Und die ganze Zeit assen wir Avocados bis uns die Ohren wackelten, miamm!</p>
<p>Liebe Grüsse!<br />
Barbara und Didier</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-851" title="O" src="http://pfusbus.files.wordpress.com/2012/02/p2151883.jpg?w=500&#038;h=375" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>PS: Schaut euch <a href="http://www.youtube.com/watch?v=A7RDLYXiJP8&amp;feature=share www.youtube.com">hier</a> den Film von unseren Kletterfreunden aus El Chaltén an. Der Anfänger mit der gelben Jacke ist Didier.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://pfusbus.com/category/sudamerika/'>Südamerika</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/pfusbus.wordpress.com/831/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/pfusbus.wordpress.com/831/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=pfusbus.com&#038;blog=17748321&#038;post=831&#038;subd=pfusbus&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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