Verfasst von: Barbara & Didier | Dezember 17, 2016

Hit the road – The Far North

Hello Everybody
Wir sitzen mit einem Becher Wein in unseren Campingstühlen, hinter den Dünen rauscht das Meer, im Pfusbus pfusen die Kinder. Gerade eben geht die erste Woche on the road zu Ende. Das Nomadenleben hat sich eingependelt, der Jetlag ist überwunden, und auch der anfangs ganz schön anstrengende Julien ist wieder mehr sich selber.

Hier ein kleiner Rückblick: In einem vollbepackten Pfusbus rollten wir bei Nieselregen aus Kerikeri heraus gegen Norden. Nach 40 Minuten Fahrzeit klarte über der Matauri Bay der Himmel auf, also runter ans Meer für einen kurzen Lunch. Aus dem Lunch wurden schliesslich drei Tage! Warum? Schaut selber:

Unser Schlafzimmerausblick!!!

Perfekter Sand.

Perfekte Wellen.

Der Campingplatz an sich war zwar nichts grandioses, aber für den Stellplatz direkt am Wasser zahlten wir ohne mit der Wimper zu zucken die paar Extradollar. Der Strand fast menschenleer, der Sand perfekt zum Burgenbauen, das Meer sicher zum Baden, was will man mehr? Mit Max und seiner kleinen Schwester Johanna hatten die Kinder auch jemanden zum Spielen und wir mit seinen Eltern Christina und Ronny jemanden zum Reden und Weintrinken. Am allerbesten aber fanden Julien und Lysa das Wellen-Gumpen: An uns geklammert wie kleine Äffchen jauchzten sie bei jeder Welle, die sich vor, über oder nach uns brach. Und die waren nicht gerade klein!

Die erste richtige Wanderung (theoretisch 20 Minuten hin und zurück, praktisch 60 Minuten) führte uns zum Denkmal der Rainbow Warrior, das auf einem Hügel über der Bucht thront. Das Greenpeace-Schiff sollte 1985 Flaggschiff einer friedlichen Protestflotte gegen Atomtests und Umweltverschmutzung werden, wurde aber noch im Hafen von Auckland vom französischen Geheimdienst zerbomt. Ein Greenpeace Mitarbeiter verlor dabei sein Leben. Jetzt liegt das Wrack hier draussen auf dem Meeresgrund und ist eine Attraktion für Taucher.

Denkmal der Rainbow Warrior.

Dank einem Maori Paar wissen unsere Kinder jetzt auch wie das mit den Fischen geht. Die beiden zogen gerade ihr Fischernetz an Land und die zappelnden Tiere waren für unsereins ein ziemliches Spektakel. Dann kroch auch noch ein Tintenfisch aus dem Netz, das haben soger wir Oldies noch nie gesehen.

Schliesslich waren auch Julien und Lysa dafür weiterzuziehen, und wir sagten der Matauri Bay tschüss. Weiter ging es nach Norden und nach einer Übernachtung hoch über der Bilderbuch-Bucht von Maitai brachte uns der Pfusbus bis zum Cape Reinga, dem nördlichsten zugänglichen Punkt von Neuseeland. Auch wenn mittlerweile statt einem Trampelpfad ein geteerter Wanderweg zum Leuchtturm hinaus führt (Barbara war vor 15 Jahren schon mal da), so hat der Ort immer noch etwas magisches an sich. Vielleicht weil hier die Tasmansee mit dem Südpazifik zusammenstösst und die Wellen mit unheimlicher Wucht aufeinanderprallen. Oder weil dies ein sehr spiritueller Platz für die Maori ist. Die Seelen der verstorbenen Maori rutschen an den Wurzeln eines 800 Jahre alten Pohutukawa-Baumes hinunter in den Ozean und kehren zu ihren Vorfahren nach Hawaiki zurück. Julien fand besonders den Leuchtturm klasse, denn damit ging nach dem Kiwibaum bereits sein zweiter grosser Wunsch in Erfüllung: Einen richtigen Leuchtturm sehen.

Traumhafte Maitai Bay.

Magisches Cape Reinga.

Ein weiterer Bubentraum geht in Erfüllung.

Einsame Spirits Bay.

Für uns ging abends ebenfalls ein Traum in Erfüllung: Die Spirits Bay mit dem menschenleeren Sandstrand so weit das Auge reichte und dem weitläufigen und nur spärlich besuchten Campingplatz des Department of Conservation DOC war ganz nach unserem Geschmack. Wir gingen die Tage ruhig an, viel essen und schlafen, wandern, drächelen und sandelen war angesagt. Als es uns schliesslich wieder nach Süden zog, nahmen wir nebst den schönen Erinnerungen noch ca. 150 Sandflystiche mit…

In Te Paki überraschten wir die Kinder ganz der Saison entsprechend mit einer Schlittenfahrt. Sie fanden es klasse und Lysa plapperte noch den ganzen Tag voller Stolz, dass „di däube achelittle!!!“ (Ich bin selber runtergeschlittelt).

Mit dem Papilift gehts rauf.

Und selber wieder runter.

Wildes Hukatere.

Am 90 Mile Beach.

Dank dem Tipp von Familie Widmer landeten wir auf dem kleinen aber feinen Camping in Hukatere, wo die Kühe um den Pfusbus herum grasen und der 90 Mile Beach nur paar Spazierminuten über die Dünen entfernt ist, die Zivilisation aber viele Kilometer. Und da sitzen wir nun, wie gesagt, mit einem Becher Wein in den Campingstühlen. Und lauschen den Wellen. Life is Good.

Bis zum nächsten Mal, die Pfusbüssler

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Responses

  1. Heeeey ihr Vier!
    Mis Handy spuckt im Momänt komplett und ig cha ke sms sände. Drum hei mini Geburiwünsch de Wäg zum Didier ou nid gfunde. Aues aues Gueti haut via Blogkommentar (immerhin de erscht Itrag :-)). Ig hoffe, dass es sunnigs Wiehnachte in Übersee äbe so cool isch, wie mit üs singe (oder zmingscht de Versuech z singe). Gschänkli für Kids und euch si auso parat und chöi nach de Akunft bi üs abgholt wärde. Gniessets witerhin, wunderschöni Wiehnachte (de Geburi isch ja iz scho düre) und ganz es dicks Drücki us Rublige :-)


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