Verfasst von: Barbara & Didier | Januar 18, 2017

From Picton to Christchurch

Liebe Leute

Wie schnell doch die Zeit vergeht: Seit uns die Autofähre auf die Südinsel gebracht hat, ist schon über eine Woche vergangen. Eine sehr abwechslungsreiche Woche! Die Überfahrt war überaus ruhig, erstens weil die oft sehr wilde Cook Strait sich von ihrer sanften Seite zeigte und zweitens weil die Kinder zwei Drittel der Zeit auf dem Inship-Spielplatz vebrachten. In Picton angekommen, nahmen wir den ersten Teil des Queen Charlotte Drives unter die Räder, um dann in der Aussie Bay hängen zu bleiben. Der DOC-Camping mit Plumpsklo war zwar eigentlich nur ein mehrbesserer Parkplatz zwischen Strasse und Meer, der infolge der Nähe zu den Fähren während der Nacht aus allen Nähten platzte. Doch wir sicherten uns das letzte Plätzchen direkt am Wasser und die Kinder hatten mit Enya und Joel sofort zwei ältere, aber Schweizerdeutsch sprechende Gspändli gefunden. Die vier verstanden sich gleich super und verbrachten die Zeit am Wasser während wir Ü-16 irgendwie schon morgens um 11 Uhr ein Bier in der Hand hielten. Mit Jemma aus Neuseeland hatten wir die perfekte Nachbarin, sie kümmerte sich liebevoll um Lysa und Julien, baute mit ihnen Burgen, sammelte Steine und machte frisches Popcorn mit Honig. Im Gegenzug versorgten wir Jemma mit Essen und Trinken und fanden dann später heraus, dass sie tatsächlich Nanny von Beruf ist!

Am Strand direkt vor der Pfusbustür. 

Mit Jemma am Popcorn machen. 

Der Abel Tasman Nationalpark war wegen den Kiwisommerferien wahnsinnig busy, was uns trotz Sommerwetter veranlasste, an die Westküste zu fahren. Der Versuch, auf halbem Weg einen einigermassen Sandfly-freien Campeling zu finden, scheiterte: Die fiesen Fiecher sind einfach überall. Sie sind klein, schnell, man kann sie nicht hören und die Stiche jucken eine ganze Woche lang. Zum Glück kam der Regen, sehr viel Regen sogar, ein Grund mehr sich im Pfusbus zu verkriechen. Am nächsten Tag regnete es munter weiter und kurz vor Ankunft an der Westküste meinte Didier, dass wir den Kindern dann halt die Regenkleider überziehen müssen, um doch noch paar Schritte am Strand zu tun. Wie er sich täuschte: Sonnencreme einschmieren mussten wir! Nun, wir hatten überhaupt nichts dagegen, montierten endlich wieder einmal die kurzen Hosen und genossen völlig entgegen den Wetterprognosen zwei tolle Sommertage an der für Schlechtwetter berühmtberüchtigten Westküste. 

Ausflug zu den Seehunden.

Gerade waren ganz viele Bebeseehündchen zugegen, sehr zur Freude von Lysa. 

Auf dem Campeling in Punakaiki fand der Pfusbus in Neuseeland zum ersten Mal überhaupt einen Kollegen. VW Californias werden hier erst seit einem Jahr verkauft und sind noch eine Rarität. Wir werden oft auf das Hochdach angesprochen, etwas was der Neuseeländer überhaupt nicht kennt. Unser erster geliebter Pfusbus, ein guter alter Toyota Hiace, hätte hier unten allerdings tausende Kollegen in jedem Alter. Etwa 80 Prozent aller Fahrzeuge sind Toyotas und viele Mietcamper sowie fast alle Budenfahrzeuge sind Hiace. Natürlich kamen wir mit Kat aus Dänemark, Tristan aus Neuseeland und der kleinen Matilda, die mit dem silbergrauen California der (Schwieger-) Eltern unterwegs waren, sofort ins Gespräch und verbrachten einen angenehmen Abend miteinander. 

Dank sauberer Studie der Gezeitentabelle erlebten wir bei den Pancake Rocks ein Spektakel der Sonderklasse. Dort quetschen sich die Wellen bei Flut durch enge Felspassagen und Tunnels, um dann geysirartig durch sogenannte Blow Holes hochzuspritzen. Eine sehr eindrückliche und dank ein paar Megawellen auch sehr nasse Angelegenheit für unsereins. Die Kinder fanden es überaus lustig und wir mit ihnen.

Pancake Rocks alias Umelettesteine.

Harmloses Blowhole. 

​​​Monsterblowhole in action. 

Idyllisches Pfusbusplätzchen… 

… gleich neben wildem Strand. 

Das typische Westküstenwetter holte uns schliesslich doch noch ein, aber da waren wir schon unterwegs über den Arthurs Pass nach Christchurch. Dort sollte es nämlich richtig schön warm sein. Erst wurde es aber richtig schön kalt, die gefühlte Temperatur auf der Passhöhe war nur knapp über Null. Ein ruhiger Stellplatz an einem See und die wunderschönen Felsformationen im Boulder-Paradies Castle Hill vereitelten aber das Vorhaben, direkt nach Christchurch zu fahren und wir genossen einen sehr sonnigen Tag und zwei gemütliche, wenn auch enorm windige Nächte in Passnähe. 

Winterwanderung auf dem Arthurs Pass. 

Seelig direkt am See. 

Lysa Hood. 

Castle Hill, auch für Nicht-Boulderer ein Paradies.

Weil es so schön ist gleich noch ein Bild. 

Wer findet Julien und Lysa? 

Jetzt sind wir in Christchurch, dessen Zentrum nach den verheerenden Erdbeben 2010 und 2011 immer noch voller Ruinen, Baustellen und brachen Flächen ist. Kaum zu glauben… Mehr darüber beim nächsten Mal, wir legen uns jetzt aufs Ohr. 

Sleep well!

Die Pfusbüssler

Verfasst von: Barbara & Didier | Januar 11, 2017

Around Mt Taranaki and off to Wellington

Liebe Leserinnen und Leser

Nach dem wir die letzten Tage des 2016 im Chinese-Style verbracht hatten, ihr erinnert Euch, wechselten wir wieder runter in den Pfusbus-Cruise-Gang. Zwei Tage hier, drei Tage dort, je nach Lust und Laune beziehungsweise Wetter. Apropos Wetter, der Sommer kommt überhaupt nicht in die Gänge und seit Auckland ist praktisch nonstop Faserpelztragen angesagt. Manchmal kombiniert mit Regenjacke, oft auch mit Mütze. Der Wind bläst stets heftig und aus allen möglichen Richtungen, so dass wir manchmal den Pfusbus innert 24h mehrmals umparkieren müssen. Wenn sogar Didier mitten in der Nacht eine Evakuierung der oberen Pfusbusetage in Erwägung zieht, dann stürmt es wirklich zünftig!

Via dem Forgotten Highway und einem Abstecher auf den Taranaki gelangten wir nach New Plymouth und nahmen dann den Surf Highway unter die Räder. Just am Silvesterabend lösten sich plötzlich die dichten Wolken um den Mt Taranaki und der eindrückliche, schlummernde Vulkan zeigte sich von seiner schönsten Seite. Besser als jedes Feuerwerk, also hielt uns nichts davon ab, vor dem Jahreswechsel in die warmen Schlafsäcke zu kriechen. Julien und Lysa sind denn auch schlafend ins neue Jahr gerutscht, während wir von der Campingplatzparty zwangswachgehalten wurden.

Auf dem Forgotten Highway.

Wandern auf Mt Taranakis Flanke.

Sicht ins Grüne.

Im Detail.

Die neue Art Gallery von Len Lye in New Plymouth.

Len Lye’s berühmter Wind Wand.

Happy D!

Sylvester-Taranaki

Am 1. Januar bescherten uns unsere Campingnachbarn einen Ausflug in die nächstgelegene Stadt. Und das kam so: Die fünf Rentnerpaare hatten teilweise Schweizer Wurzeln und bald waren wir freundlicherweise auf ein Bier eingeladen. Im Gespräch stellte sich heraus, dass zwei von ihnen Expertisen für Fully Self Contained Vehicles machen, um den Sticker zu kriegen. So einen Aufkleber wollten wir unbedingt, würde er uns doch erlauben, mancherorts wild zu campen bzw. gratis auf ausgewiesenen Stellplätzen zu übernachten. Das darf man ohne Aufkleber nämlich nicht (mehr), die Regeln sind sehr, sehr strickt geworden. Nachdem die beiden zum Schluss kamen, dass 48 Liter Grauwasserkanister für eine Zertifizierung ausreichen würden, fuhren wir sofort los um Kanister zu besorgen. Nur um zurück auf dem Campingplatz zu erfahren, dass einer der beiden Herren doch noch einen Haken in seinem Regelbüchlein fand und die gesammte Aktion für die Katz war. Ausgeträumt der Selfcontained-Traum. Die Stimmung glich dann dem Wetter, es regnete in Strömen…

Regentage haben zum Glück auch ihr Gutes. Man kann zum Beispiel am Strand auch bei Sturmböen tiptop sandelen, ohne dass Kind gleich sandgestrahlt wird. Oder man kann ein ganzes Tagesprogramm im Trockenen zusammenstellen. Leider kann es dann auch passieren, dass 1. das Visitorzentrum der weltgrössten Käserei nicht mehr existiert, 2. das angepeilte Museum wegen Feiertag geschlossen ist und 3. die gewünschte Maori-Kirche seit kurzem nur noch mit einer geführten Tour besichtigt werden kann. So ist dann plötzlich ein ganzer Tag um, ohne dass man ausser Autofahren irgendwas getan hätte. Mehr Glück hatte am nächsten Tag Didier, das Rugby-Museum war nämlich offen. Auch die Kinder waren rundum zufrieden, in der Kidszone gabs nämlich eine Spiel-Baustelle mit Kran und Förderband und jede Menge (Schaumstoff-) Backsteinen zum Herumgarettlen. Baumeister Julien und Abbruchlady Lysa waren kaum mehr rauszukriegen.

Sommerurlaub am Strand von Kaupokonui.

Beachboy und Beachgirl.

Baywatch auf Rädern.

Sun, fun and nothing to do…

Endlich, endlich kam wenigstens der Frühling und der Wind lies etwas nach, nichts wie ab ins Meer. Am Himatangi Beach bewachten hasselhofähnliche Jungs einen Strandabschnitt von ca. 50 Metern von einem mobilen Watchtower aus, den sie wegen der Flut alle 20 Minuten verschieben mussten. Wir stürzten uns in die Wellen und die Kinder waren am Göissen vor Freude. Allerdings kippte die Stimmung recht schell, im Frühling zu baden ist zwar schön, vorallem aber saukalt.

Schliesslich war die Zeit reif für den nächsten Städtetripp. In Wellington, Neuseelands Hauptstadt, gibt es keinen Campingplatz in vernünftiger Nähe zum Zentrum. Deshalb gönnten wir dem Pfusbus ein paar Ruhetage und uns ein Hotelbett. Frühstück war im Deal nicht inbegriffen, weshalb der Tag zum Beispiel mit einem Croissant, Baguette und Pain au chocolat im Café Breton anfing, wo man sich mit der Kellnerin auf Französisch unterhalten konnte. Dann vielleicht ein Besuch im genialen Te Papa Museum oder ein Ausflug mit der Standseilbahn hoch zum Botanischen Garten, wobei man mindestens zwei Sunden auf dem dortigen Spielplatz einrechnen musste. Später ein Picknick und zurück im Hotel ein kurzer Mittagsschlaf. Nach dem Zvieri lockte ein Spaziergang an der Waterfront wobei der Spielplatz nie vergessen ging, und dann ein paar Spareribs oder was Japanisches auf der Terrasse mit Meersicht. Kurz zusammengefasst: Es war gut und tat gut.

​Geisterwagen an der Waterfront.

Wellington von oben.

Klettershow von Julien (ganz oben).

​Rutschtechnikdemo von Lysa.

Jetzt bringt uns die Autofähre über die Cook Strait. Wir melden uns wieder von der Südinsel.

See you soon!

Verfasst von: Barbara & Didier | Januar 7, 2017

Waitomo and Tongariro

Hello out there!
Seid ihr alle gut ins 2017 gestartet? Wir ziemlich stürmisch, wortwörtlich gemeint. Aber blenden wir noch kurz ins alte Jahr zurück: Nach zwei Stunden Kilometerfressen gemeinsam mit halb Auckland, so schien es wenigstens, lichtete sich der Verkehr endlich. Die Neuseeländer bogen zum Sommerferienstart Richtung Coromandel Peninsula ab, wir steuerten Otorohanga an. Zeitig am nächsten Tag verschwand Didier in Waitomo zum Blackwaterrafting unter Tags, während Barbara ganz spontan für den Rest der Sippe die familienfreundliche Führung durch die Glowworm Caves buchte. Der junge Mann am Schalter meinte es gut und verkaufte uns gleich Tickets für die nächste Tour, aber alleine mit zwei Kids innert 15 Minuten beim Höhleneingang parat zu sein, notabene noch fünf Autominuten vom aktuellen Standort entfernt, war eine relativ sportliche Angelegenheit. Just in Time standen wir vor der Höhle parat, zusammen mit 25 anderen Touristen. Der amüsante Guide, ein Maori, führte uns zur Cathedral Cave, schön zwar, aber nicht wahnsinnig beeindruckend. Beeindruckend war dann aber seine Gesangseinlage, ein traditionelles Maorilied, zwecks Demonstration der Akkustik. Dann leuchteten in einer dunklen Ecke die ersten Glühwürmchen, und als der Guide schliesslich das Licht anmachte, konnte man die langen, schleimigen Fäden der Larven sehen, deren Ende im Dunklen eben leuchtet. Julien meinte, das müsse er sofort dem Papi erzählen, dass er nun wirklich ganz echte Glühwürmchen gesehen habe. Die, die man im Dunklen sieht, die sind äbä nicht ganz echt… Dann wurden wir auf einem unterirdischen See in ein Boot verladen und mussten mucksmäusschen still sein. Die Glühwürmer, die Verniedlichung schien nun irgendwie nicht mehr so passend, mögen nämlich keinen Lärm. Julien und Lysa machten bei der wackligen und finsteren Aktion zum guten Glück tapfer mit und waren dann auch merklich beeindruckt, als abertausende von Glühwürmer über uns an der Höhlendecke funkelten. Oder eben tausende Larven an schleimigen Fäden… Schön war es sowieso. Wieder am Tageslicht verbrachten wir die Wartezeit auf dem Spielplatz, um dann zurück beim Ausgangspunkt einem geschafften aber glücklichen Papi von den echten Glühwürmern erzählen zu können. Nach dem checken der Wetterapp war der Fall sonnenklar: Sofort weiter zum Tongariro Nationalpark, morgen tut sich ein Schönwetterfenster auf!

Und was für eines! Um 05:45 war Tagwacht und keine einzige Wolke am Himmel. Schnell die noch verschlafenen Kinder mit einem Güezi in die Kindersitze stecken und los zum Ausgangspunkt für das Tongarirocrossing, der wohl spektakulärsten Tageswanderung ganz Neuseelands. Barbara erinnert sich an die Wanderung mit Pesche, Jeannette und Simu vor 15 Jahren als wäre es gestern gewesen, denn damals tat sich nach vielen Tagen Sturm und Regen ebenfalls ein Schönwetterfenster auf, allerdings erst auf halbem Weg. Temperaturen um die Nullgradgrenze, null Sicht, eisige Sturmböen, waagrechte Eiszapfen an den Felsen und Wanderer, die auf der Krete nur noch auf allen vieren krochen. Jetzt war Didier an der Reihe, um 06:45 zog er bei perfekten Bedingungen los. Der Rest der Familie kümmerte sich erst Mal ausgiebig um die knurrenden Mägen, wobei die Umgebung spektakulär schön, aber die Temperatur rekordverdächtig tief war… Aber dann blinkten die ersten Sonnenstrahlen über den Vulkan und alles wurde gut, sogar die Laune der Kinder. Immer noch karrten unzählige Busse Wanderer den Hügel rauf und die parkierten PWs bildeten eine lange Blechschlange entlang der ohnehin schon engen unbefestigten Zufahrt. Diejenigen, die erst um diese Zeit ihre Autos parkten, mussten bestimmt schon über eine halbe Stunde marschieren, ehe die Wanderung überhaupt anfing. Die drei Verkehrsleiter hatten die Lage aber im Griff und dirigierten uns dank Walkietalkies wieder den Hügel runter ohne zwischen Bussen blockiert zu werden. Über 2000 Leute, sagten sie, wollen das Schönwetterfenster nutzen! Didier war also nicht ganz der einzige, zum Glück aber einer der ersten und nahm die Wanderung gewohnt zügig in Angriff, um den Massen zu enteilen.

Wieder auf der Hauptstrasse bog Barbara mit einem Hintergedanken im Kopf statt nach rechts nach links, da waren nämlich am morgen Früh irgendwo zwei Sportflugzeuge auf einem Feld parkiert gewesen. Flieger war zwar keiner mehr da, aber wir hatten ja Zeit. Als sie dann landeten meinte der junge Pilot „what a crazy day“, es laufe grad alles aus dem Ruder und ja, eigentlich seien sie ausgebucht aber wenn wir vielleicht etwas Geduld hätten, dann vielleicht um fünf, aber eben, das Wetter, das könne vielleicht noch ändern, einfach vielleicht noch ein bisschen warten bitte. Nun, wir hatten ja Zeit, im Gegensatz zu allen andere Touristen, die meisten mussten noch ihr Tagespensum von 200 km oder mehr bewältigen. Und plötzlich kam die Bestätigung: Take Off 17:00 pm. Doch noch eine Chance für uns drei Nichtwanderer, die spektakuläre Vulkanlandschaft zu sehen! Und eine Überraschung für den nichtsahnenden Papi. Lysa wollte ihn gleich mit dem Flugzeug abholen gehen und war gar nicht einverstanden, sich nochmals in den Pfusbus zu setzen. Da nutzte aber alles sträuben nicht, wir mussten auf dem Landweg los, um Didier am anderen Ende des Crossings abzuholen. Auch dort war alles zugeparkt, aber die drei Verkehrsleiter liessen uns sofort durch die Strassensperre, man kennt sich ja schliesslich. Da kam uns auch schon ein geschaffter aber glücklicher Papi entgegen, statt den angegebenen 7 bis 8 Stunden brauchte er knappe 5. Und dabei kam auch das Fotografieren nicht zu kurz:

Der Nga-something (Mount Doom) im ersten Sonnenlicht.

Und hier die Aussicht. Weit im Hintergrund der Mt. Taranaki.


Noch mehr Krater auf dem Weg.

Die Emerald Lakes.

Fauchende Fumarolen.

Immer noch war der Himmel blau und Barbara fuhr die drei müden Mitfahrer einmal rund um die drei Vulkane Ruapehu, Tongariro und Ngauruhoe. Alle drei sind sehr aktiv, der Ruapehu rumpelte zuletzt 2007 und der Tongariro 2012. Dann war Zeit für ein Glacé respektive Kaffee wobei auch der Pfusbus die Aussicht genoss:

Der Ngauruhoe. Ein Vulkankegel wie aus dem Bilderbuch.

Keine zwei Minuten später war der Ngauruhoe komplett in Wolken gehüllt: Oh No! Wenig später zurück im Häusschen der beiden Piloten war die Stimmung gar nicht gut, alle Passagiere mussten Wartezeiten in Kauf nehmen, es war wie gesagt ein crazy day und alles lief schief. Ausser für uns! Pünktlich um fünf musste der schwerste von uns auf den Copilotensitz, der Pilot setzte Julien auf zwei Kissen und Lysa auf Mamis Schoss und schon waren wir in der Luft! Die kleine Maschine wurde ganz schön durchgeschüttelt und wir mit ihr. Immer höher gings, über die Vulkanflanken bis zu den Fumarolen, Schwefelgeruch in der Nase, Schmetterlinge im Bauch. Einmal rund um den Vulkankegel, weit und breit keine einzige Wolke mehr, freier Blick in den Krater. Ein wahrlich unbezahlbarer Moment!

Wieder mit Boden unter den Füssen machten wir uns glücklich und zufrieden auf zum selben Pfusplätzchen wie die Nacht zuvor, wo anstelle einer warmen Dusche zwar nur ein eisiger Bach wartete, dies aber mitten in der Wildnis und weitab der Zivilisation. Genau so wie wir das mögen. Was für ein perfekter Tag!

See ya,

Die Pfusbüssler

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