Verfasst von: Barbara & Didier | August 12, 2012

London 2012

London, 12.08.2012, 53‘490 km

Liebe Alle!

Pünktlich auf die olympischen Spiele hin stellte der Regen ab und wir machten uns auf in Richtung London. Das Abschied nehmen in Astwood Bank fiel nicht einfach, doch drei Stunden später durften wir den Pfusbus bereits in Sichtweite des Wembleystadions in der nächsten Einfahrt parkieren. Wir hatten Claire und Clive vor über einem Jahr in Usbekistan kennen gelernt und nahmen die Einladung, während den olympische Spielen bei ihnen in London zu campieren, sehr gerne an. Natürlich reichte campen nicht aus: Wir waren erneut sofort in den Alltag integriert.


Wandern in der Umgebung Londons mit Claire und Clive. Thanks for the great time with you!


Unser Pfusplatz für zwei Wochen in London.

Im Gegensatz zu den meisten Briten hatten wir dank Didiers hartnäckiger Websiteüberwachung Tickets für einige olympische Events ergattern können. Die Stunden dazwischen verbrachten wir in Public Viewing Zones oder vor dem Fernseher mit unseren ebenfalls sportbegeisterten Kiwi-Gastgebern. Wie sich herausstellen sollte, hatten die Neuseeländer denn auch deutlich häufiger Grund zum jubeln als wir. Nebst all dem Sport freuten wir uns aber vorallem auf viele altbekannte Gesicher: Barbaras britisch-schweizerischer Cousin Paul mit Freundin Giulia, unsere holländischen Freunde Bram und Anouk, unsere Schweizer Freunde Christin und Patrick und einige mehr fanden sich ebenfalls für die Spiele in London ein. Langweilig wurde es uns in zwei Wochen keine Sekunde.


Die coolsten Toiletten ever im „Sketch“.


Schon wieder einen 1. August verpasst!

Die sportlichen Highlights waren auch nicht ohne. Es begann mit Gruppenspielen im Volleyball der Damen. Als Volleyfans begeisterte uns besonders die Partie USA-Brasilien, Weltnummer 1 gegen 2. Hammer. Und wie sich herausstellen sollte, würden sich die beiden Mannschaften im Finale erneut gegenüber stehen.
Einige Tage später stand Beachvolley, 1/8- Final auf dem Programm. Unsere Kenntnisse der Wahrscheinlichkeitsrechnung ergaben eine 50:50 Chance auf ein Schweizer Team in unserer Session. Leider nein. Etwas flaue Matches sorgten für eine eher magere Stimmung im ansonsten fantastischen Stadion auf der Horse Guards Parade.
Allein das Wembleystadion war das Eintrittsgeld für den Damenfussball Halbfinal schon wert. Doch der erfrischende, technische Offensivfussball beider Mannschaften sorgte für ein spektakuläres Spiel mit einer glücklichen japanischen Mannschaft (oder Frauschaft?) als Sieger (in?).


Hingucker. Definitiv. USA-Brasilien.


Hammerlocation, aber flaue Matches im Beachvolley. Gstaad, wir kommen!


Die Mutter aller Fussballstadien, das Wembleystadion…


… auch mit 64’000 Zuschauern noch lange nicht voll.

Besonders für Didier waren die olympischen Triathlons von grossem Interesse. Zusammen mit hunderttausenden enttäuschten Briten, welche keine Tickets bekamen, nutzten wir die Chance auf den Gratis-Event und nahmen an der Hydepark-Invasion teil. Wir stellten den Wecker auf 05:30 Uhr, standen zwei Stunden vor dem Rennen am Absperrgitter und wurden mit einem Spitzenplatz für das Damenrennen belohnt. Wir verstanden uns sofort mit unseren schwedischen Fannachbarn und da Anouk ebenfalls mit uns unterwegs war, kamen wir aus dem Anfeuern für die Schweiz, Schweden und Niederlande kaum mehr raus, denn die schnellen Damen rasten sieben Mal auf dem Velo und vier Mal zu Fuss an uns vorbei. Die knappe Goldmedaille vor Schweden sorgte für entsprechende (freundliche) Diskussionen nach dem Zieleinlauf…

Für den Herrentriathlon nahmen wir uns ähnliches vor. Doch die Briten kamen uns zuvor, denn an „unserem“ Platz standen über zwei Stunden vor dem Rennen bereits sechs (!) Reihen Zuschauer. Verzweifelt machten wir uns auf die Suche nach einem neuen Platz und konnten schliesslich in der zweiten von geschätzten 40 (!!!) Reihen das abschliessende Laufen sehen. Immerhin wurden wir von anderen Fans per Live-Feed immer über den Rennverlauf informiert.

Einziger Wehmutstropfen der tollen Spiele für uns und die meisten Eingeborenen: Die Ticketsituation. Wir waren glücklich mit Tickets zu drei verschiedenen Events, die wir auf der offiziellen Homepage kaufen konnten und das erst noch in den günstigsten Kategorien. Den meisten ging es anders. Für Wirbel sorgten dann hunderte leere Sitze bei fast allen Sportanlässen. Offizielle, Sponsoren und internationale Reiseanbieter, welche im Voraus Kontingente erhalten hatten, liessen die Sitze einfach leer. Ein Schlag ins Gesicht besonders aller sportverrückten britischen Steuerzahler. Die Versuche durch das Organisationskommittee, auf Druck der Öffentlichkeit etwas zu ändern, waren wohl nur halbherzig und an der Situation änderte sich rein gar nichts.


Schweizerisch-niederländische Fangruppe mit Anouk.


Nicola Spirig auf dem Velo…


… und auf der Laufstrecke.


Wo ist Walter?


Hopp Schwiiz! Mit Christin und Patrick am Herrentriathlon.

Doch natürlich bietet London auch während den olympischen Spiele mehr als nur Sport. Wir besuchten Greenwich, die National Gallery, Kunstgallerien, die Towerbridge, Parks, sowie zahlreiche Pubs und Bars. Nicht zuletzt gönnten wir uns ein Raclette beim House of Switzerland!


So viel Sport macht müde. Erholung beim Public Viewing…


… und beim Sightseeing. Barbara und Cousin (und Local Guide) Paul auf der Themse.


Auch die Towerbridge hat sich zurecht gemacht.

Wir nehmen nun also unsere letzten beiden Reisewochen unter die Räder und freuen uns auf alles, was uns zurück in der Schweiz erwartet. Bis bald!

Die Pfusbüssler

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Responses

  1. Liebe Barbara, lieber Didier,
    wir sind ein Schweizer Paar, zur Zeit mit unserem eigenen Auto unterwegs in Usbekistan. Wir haben in eurem Blog von Usbekistan von der Autohaftpflichtversicherung gelesen, die ihr schlussendlich in Bhukara abschliessen konntet. Wir stehen noch vor dieser Herausforderung. Könnt ihr euch an den Namen der Versicherung erinnern? Vielen Dank für einen Tipp! Grüsse, Sandra


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