Verfasst von: Barbara & Didier | März 7, 2017

Northwest South Island

Hello out there

Seit dem letzten Post ist ganz schön viel passiert. Wo sind wir stecken geblieben? Nach ein paar gemütlichen Tagen in Punakaiki machten wir den Pfusbus wieder reisefit und rollten der Westküste entlang bis wortwörtlich die Strasse endete, eine 100 km lange Sackgasse!

Das Pfusplätzchen direkt am wilden Strand war herrlich und endlich war es wiedermal erlaubt, ein Feuer zu machen. Fleisch hatten wir am Ende der Welt zwar keines in der Kühlbox, aber der Rauch vertrieb immerhin die Hälfte der geschätzt 2 Millionen Sandflies.

Schönes Pfusplätzchen im Sandfly Paradies.

Julien kümmert sich um die Toasts zum Frühstück.

Tags darauf nahmen wir etliche Kilometer Gravelroad unter die Räder zu einer Sackgasse in der Sackgasse und wanderten zu einem Kalksteinbogen mitten im Urwald. Allen voran Lysa im Schnellzugstempo, wir fragten uns, ob sie wohl im Geheimen eines von Didiers Notfall-Redbulls erwischt hatte. Auf jedenfall wanderte sie fast eine Stunde lang ohne auch nur einmal zu sagen „Tlage, Mami!“.

Zu gross um ganz auf das Foto zu passen.

Gentle Annie Point.

Dann war es Zeit für die Golden Bay und den Abel Tasman Nationalpark. Auf dem langen Weg dorthin war eine Übernachtung nötig und der legale Gratisstellplatz hätte uns auch ganz gut gepasst. Wären da nicht die Grillen gewesen. Kaum zu glauben, was die für einen Krach machten! Lysa hielt sich nach dem Aussteigen die Ohren zu und auch für die anderen drei war es schlicht viel zu laut auf die Dauer. Also trotz Hunger und Müdigkeit wieder einsteigen und angurten und weiterfahren. Per Zufall landeten wir dann bei Don auf seinem winzigen Campingplatz mit Biogemüsegarten und eigenem Flussabschnitt. Vor dem Znacht ein erfrischendes Bad im Fluss, zum Znacht Salat und Kräuter direkt ab Beet, herrlich bei fast dreissig Grad im Schatten!

Die Wetterapp zeigte für die kommenden Tage ein Sünneli nach dem anderen, weshalb wir ganz hoch bis zum Farewell Spit bummelten. Der für die Öffentlichkeit nicht zugängliche schmale Landstreifen machte nur wenige Wochen vorher traurige Schlagzeilen, weil hunderte Wale strandeten. Ein paar staubige Kilometer in entgegengesetzter Richtung lag der Wharariki Beach, ein lohnenswerter Abstecher, wie uns eine Einheimische sagte. Und wie! Nach einer abwechslungsreichen Wanderung über Schafweiden, durch Wälder und Dünen und über den wunderschönen Strand endete der Pfad an einem natürlichen Pool, wo sich ein Duzend junge Seehunde vergnügten. Die quietschfidelen Tiere mit ihren grossen schwarzen Augen boten eine riesen Show!

Wharariki Beach.

​​​Showtime!

Am Chillen.

Der Abel Tasman Nationalpark ist berühmt für seine schönen Buchten mit goldenem Sand. Mit den Kids kam weder die berühmte Mehrtageswanderung noch die Mehrtageskanufahrt in Frage, weshalb wir einmal mehr eine lange Gravelroadsackgasse unter die Räder nahmen. Pfusbus und Fahrer machten ihre Sache einmal mehr bestens. Der DOC Camping mit Platz für fast 1000 (!) Personen muss in der Hochsaison für Ruheliebende wie unsereins ein Alptraum sein, jetzt aber fanden wir ein ruhiges Plätzchen, genossen viele Stunden am Strand und ein paar weniger auf den Wanderwegen ringsum. Im glasklaren und ruhigen Meer konnten wir Krebse und Seesterne rumkrabbeln sehen und auf einem kleinen, von allen anderen Wanderer links liegengelassenen Rundwanderweg, flatterte ein Fantail von Ast zu Ast. Ein Vogel mit wunderschönen Schwanzfedern, den wir bisher nur von Bildern kannten.

Typisch Abel Tasman NP.

Wanderung im Dschungel

Unser Badestrand von oben.

Te Waikoropupu Springs: Die grösste Süsswasserquelle der südlichen Hemisphäre.

Auf der Rückfahrt nach Nelson machten wir einen Halt bei Maria und Roger. Die beiden hatten wir auf dem Camping in Punakaiki kennengelernt, wo sie uns kurzerhand eingeladen hatten, auf ihrem Grundstück zu campen. Natürlich blieb es nicht nur beim Campen! Wir genossen ein typisch neuseeländisches Abendessen mit Wein und Wildsau aus der Region und Roger holte uns eine ganze Wabe voller Honig aus einem seiner Bienenstöcke. Mit Jack und Daniel, die gerade ein paar Tage bei ihren Grosseltern verbrachten, hatten Lysa und Julien auch gleich zwei Gspändli zum Spielen. Thank you so much for having us!

 
Roger an der Arbeit.

Abschiedsfoto (ohne Jack, der musste zur Schule).

Die allererste Nacht auf der Südinsel verbrachten wir damals in der Aussie Bay, warum also auch nicht die letzte? Diesmal war es erheblich ruhiger auf dem kleinen Stellplatz, die Hochsaison scheint definitiv vorbei zu sein, was uns ganz recht ist. Zum Abendessen gab es Wild, ein von Roger persönlich geschossenes Abschiedsgeschenk. Es war köstlich. Wild gilt in Neuseeland als Plage, da es nicht endemisch ist, also eingeführt wurde. Es vermehrt sich auch wie wild, weshalb man es ohne Einschränkung jagen darf.

Übrigens fragt ihr euch vielleicht, warum wir seit Punakaiki wieder plusminus die gleiche Strecke rauffahren, die wir runtergekommen sind vor ein paar Wochen. Der Grund ist das schwere Erdbeben an der Ostküste vom Dezember. Die Küstenstrasse von Christchurch nach Picton ist immer noch nicht durchgehend geöffnet, was nicht nur für uns einen riesen Umweg quer über die Südinsel bedeuted.

Früh am nächsten Morgen rollten wir die kurvige Strasse rüber nach Picton und rauf auf die Fähre und verbrachten die drei Stunden Überfahrt hauptsächlich mit Essen. Das Schiff war zwar wesentlich grösser als das letzte, dafür die Spielecke wesentlich kleiner. Da aber unsere Kinder fast noch lieber Essen als Spielen, waren alle glücklich und zufrieden. Und bald rollten wir im altbekannten Wellington an Land: Auf zum Lieblingsspielplatz!

Wer findet den Pfusbus?

Have fun!

Die Pfusbüssler

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Responses

  1. Hello travellers
    So schön, von euren Reiseerlebnissen zu lesen, von all den besonderen Orten, mit denen wir ähnliche Emotionen verbinden! Die Sandflies in Kohaihai haben auch bei uns Spuren hinterlassen, die bis heute noch sichtbar sind!
    Nun geht es für euch noch einmal weiter auf der Nordinsel, geniesst diese Pfuusbus-Familien-Wochen weiterhin in vollen Zügen.
    Liebe Grüsse aus dem gerade verregneten Auckland, wo wir nach 50 Tagen NZ wieder mit gepackten Backpacks dem Flug von Morgen früh entgegenschlafen.

  2. Unten links natürlich. Wo kann man den Preis abholen?


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