Verfasst von: Barbara & Didier | Juni 28, 2012

Von Hamburg in den Alltag

Daheim, 28.06.2012, 51’000 km

Liebe Leute
Zugegeben, es ist schon eine Weile her seit wir uns das letzte Mal gemeldet haben. Ist auch furchtbar viel gelaufen in den vergangenen Wochen! Hier ein Blick zurück. Nachdem wir mit Susanne und Didi zwei Tage lang Hamburg unsicher gemacht hatten, verabschiedeten wir uns von allen Frachtschiffreisegspändli im Hamburger Wohnmobilhafen und rollten bei wunderbarem Sommerwetter Richtung Stuttgart. Kein einziges Schlagloch auf fast 800 km, der Pfusbus hatte seine helle Freude und wir auch! Unterwegs überholten wir ein bekanntes blaues Fahrzeug, was uns auf der nächsten Raststätte einen von Michèle hausgemachten Cappuccino zur Stärkung bescherte. Gegen Abend trudelten wir bei Jörg und André in Stuttgart ein und wurden – wie vor über einem Jahr in einer iranischen Oase versprochen – mit einem Baccardi Cola inkl. Baccardi empfangen. Ihr erinnert Euch, damals im Iran konnten wir uns den Alkohol im Glas nur vorstellen. Dass Gastfreundschaft auch in Deutschland gross geschrieben wird, bewiesen uns Jörg und André vollauf, wurden wir doch sofort im Gästezimmer einquartiert, erhielten einen Hausschlüssel in die Hand gedrückt und Jörg nahm sich sogar eine Auszeit von der Arbeit, um uns die Highlights von Stuttgart zu zeigen. Zum Abendessen kochte er eine einheimische Spezialität und auch das Frühstück war jeweils vom Feinsten. Geredet haben wir fast ununterbrochen vom Reisen, was sonst? Die beiden ziehen nämlich in den nächsten Tagen mit ihren Rucksäcken los und erkunden Russland, die Mongolei, China und die anderen Länder dort drüben. Und das alles open end! Für uns ist klar: Ihr macht das genau richtig!


Wir konnten es nicht lassen: Nach Buenos Aires standen wir auch in Hamburg alle beisammen.


Deutsche Gastfreundschaft ist super! Ein herzliches Dankeschön Euch beiden.

Schliesslich nahmen wir die letzten Kilometer nach Hause unter die Räder und hatten promt das 50‘000 km Jubiläum verpasst! Die Kolonne am Schweizer Zoll war riesig, Pfingstverkehr sei Dank. Wir waren nicht unglücklich, war doch deswegen kein Zöllner weit und breit am Pfusbus interessiert. Einzig zum Abstempeln des Carnet de Passage musste Didier mit Nachdruck den Oberzöllner verlangen, die unwissende Dame in Uniform verweigerte nämlich erst den  essenziellen Stempel. Wenigstens verlangte sie kein Schmiergeld…

Die nächsten Stunden verbrachten wir auf der A1 mehr stehend als fahrend, wir nahmen es gelassen. Was wir nicht wussten war, dass Zuhause über 30 Leute ungeduldig am warten waren! Die Überraschung war denn auch perfekt, als wir im Endspurt um die Ecke bogen und von vielen lieben Leuten aus Familien- und Freundeskreis in Empfang genommen wurden. Ein herzliches Merci dem Organisationsteam und allen Anwesenden, wir haben und irrsinnig gefreut!


So macht nach Hause kommen doppelt Spass!


Perfekter Einstieg mit Erdbeertörtli, belegten Brötli und Nidlekuchen, miamm!

Mit der Wiedereingliederung ging es ruckzuck: Zimmer bei Mam beziehen, Bananenschachteln mit den „schönen“ Kleidern suchen, ab zum Vorstellungsgespräch, Verträge unterschreiben und schon waren wir wieder im Arbeitsalltag integriert als wären wir nie weg gewesen… Dazwischen genossen wir das Beisammensein mit unseren Liebsten, schlugen uns die Bäuche mit all den lange entbehrten Leckereien voll und genossen zur Abwechslung ein zivilisiertes Leben.


Während Bauarbeiter Didier draussen rackerte, arbeitete Barbara Schicht an einem Hochleistungsscanner. Hauptsache wieder eine Plus auf dem Reisekonto.


Pfusbüsslen mit Patenkind Joy.


Haben wir ja so was von vermisst: Fondue und…


… unsere Mountainbikes!

Ja und nun sind wir schon wieder im Vorbereitungsstress, denn nach der Reise ist vor der Reise und Morgen rollen wir ab nach England. Wir melden uns.

Keep cool, the pfusbüssler (mit britischem Akzent aussprechen)


Responses

  1. Unglaublich ihr zwei! Ich habe mir schon dick markiert, dass ich mich nach Abschluss meiner allerletzten Arbeit fürs Zweitstudium (in einer Woche!) unbedingt bei euch melden will, um ein Treffen in der Heimat abzumachen. Nun ja, zu langsam Chrigi! Dann bleibt mir nichts anderes übrig, als euch eine tolle Zeit bei den Briten zu wünschen und hoffe, wir sehen uns im Herbst somewhen, somewhere! Häbets guet ihr Reisefüdlis! Glg vom momentan wunderschönen Bodensee!


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