Verfasst von: Barbara & Didier | Januar 5, 2012

Bis ans Ende der Welt

Ushuaia, 05.01.2012, 37’200 km

Hola a todos!
Wir melden uns gesund und zufrieden aus Ushuaia oder, wie man so schön sagt, vom Ende der Welt. Dass dem so ist, ist nicht selbstverständlich, gerieten wir doch wegen einem Waldbrand im Torres del Paine Nationalpark das erste Mal so richtig in Schwierigkeiten. Im Nachhinein fühlt es sich an wie ein schlechter Film, aber zum Glück einer mit Happy End!

Jetzt knüpfen wir aber zuerst an den letzten Post an: Nachdem wir uns schliesslich von El Chalten und dem Centro Alpino lösen konnten, rollten wir mit Lorenz als Passagier aus dem Dörfchen heraus und wen sehen wir da vor dem Parkrangerhaus? Den Dodge von Manu und Kai! Zu gerne hätten wir erneut ein paar Tage miteinander verbracht, aber uns zog es in den Süden, sie in den Norden. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge ging es dann endgültig los nach El Calafate, nicht ohne dass uns Lorenz unterwegs in der legendären Estancia La Leona noch eine Empanada spendierte. Tags darauf hiess es schon wieder Tschüss sagen, Lorenz flog nach Hause und wir fuhren dem Perito Moreno Gletscher entgegen. Waren die Touribusse erst mal weg, hatten wir den 5 Kilometer breiten und 60 Meter hohen in einen See kalbenden Gletscher für uns alleine. Was für ein Schauspiel uns da geboten wurde! Die Eismassen ächzten und knarrten, immer wieder fielen riesige Brocken ins Wasser, beim Aufprall tönte es wie Feuerwerk. Ab und zu brachen ganze Wände weg, dann zerriss die Luft wie bei einem heftigen Donnerschlag. Erst kurz bevor sich die ersten Erfrierungserscheinungen bemerkbar machten, verzogen wir uns in das zum guten Glück windstille Pfusbusinnere, nur um am nächsten Morgen sofort wieder Zeugen des faszinierenden Schauspiels zu werden.


Nach Perito Moreno Dorf und Perito Moreno Nationalpark also auf zum Perito Moreno Gletscher.


Judihui, hier wird ganz grosses Gletscher-Kino geboten!


Flutwelle nach Monsterabbruch.

Irgendwann haben wir uns dann doch losreissen müssen, hatten wir doch am 23. Dezember in Puerto Natales ein Rendezvous mit unseren holländischen Freunden. Denn wo sonst wenn nicht in Puerto Natales trifft man sich für Weihnachten? Doch vorher noch eine kleine Nebenbemerkung zum Grenzübergang: Man hört ja allerhand haarsträubende Geschichten über die chilenischen Zöllner betreffend Lebensmittel- und Drogenkontrollen. Denn mal abgesehen von den naheliegenden Dingen wie Waffen und Drogen ist in diesem Land auch die Einfuhr von Früchten, Gemüsen, tierischen Produkten, Holz, Steinen etc. streng verboten. Für unseren ersten Grenzübertritt entschieden wir uns für eine offensive Strategie und legten den Rest Parmesan, eine halbe Zwiebel und zwei Kartoffeln gut sichtbar bereit, damit der Kontrolleur hoffentlich vor einer gründlicheren Durchsuchung absieht. Nach rekordverdächtigen fünfzehn Minuten waren wir mit (!) Parmesan, Zwiebel, Kartoffeln, Geburtstagsgratulationen für Didier und Kugelschreiber für Barbara im neuen Land. Bienvenidos en Chile!

Nach einigem Herumkurven in Puerto Natales fiesen Einbahnstrassen fanden wir schliesslich den grünweissen Landrover mit seinen Besitzern Anouk und Bram sowie ihrem temporären Reisegspändli Rob. Nach einem grossen Hallo stürzten sich die Mädels in den rammelvollen Supermarkt um 90 Minuten später einen überquellenden Einkaufswagen rauszukarren. Das arme Ding stand kurz vor dem Kollaps. Den Jungs war sofort klar: Uns wird an nichts mangeln während den Festtagen! Auf einer kleinen Waldlichtung auf einem Hügel nahe der Laguna Sofia richteten wir zu fünft unser Weihnachtscamp ein. Der mit viel Liebe und noch viel mehr Phantasie geschmückte Tannenbaum war in Wahrheit eine 20-Meter-Buche und hätte besser zu einer Hippie-Party als an ein Weihnachtsfest gepasst. Egal, die Festivitäten starteten sowieso mit Didiers Geburtstag. Die gegrillten Hamburger waren klasse und das Camp wurde umgehend auf den Namen Hamburger Hill getauft. Die Ideen für neue Toasts wollten und wollten nicht ausgehen, genauso wie das etwas überdimensional geratene Lagerfeuer. Dementsprechend spät endete der erste Abend. Das Niveau von Stimmung, Alkohol- und Nahrungszunahme blieb auch am 24. und 25. Dezember konstant hoch, einzig das Feuer wurde aus Sicherheitsgründen ein bisschen redimensioniert. Auch wenn es nicht wirklich weihnachtete, die Tage auf Hamburger Hill waren wunderbar entspannend und lustig. Die Sonne schien, der Wind war gnädig und nebst gut Essen und Trinken blieb auch immer mal wieder Zeit um ein Backgammon zu spielen oder eine Seite zu lesen. Irgendwie verständlich, dass Overlander-Novize Rob sich nach den drei Tagen nicht erklären konnte, warum wir vier zwischendurch über das ach so strenge Overlanderleben jammern…


Trotz vollem Einsatz: 9 von 10 Flamen und 1 von 2 Ballons überlebten den Gang bis zum Geburtstagskind nicht…


Hamburger Hill.

Am 26. Dezember um 9 Uhr morgens erwartete die Pfusbuscrew im Hafen von Puerto Natales die Fähre aus Puerto Montt, auf welcher sich aller Wahrscheinlichkeit nach Lukas und sein Bike befinden sollten. Die Fähre liess sich um 17 Uhr am Horizont blicken, war um 18 Uhr im Hafen, spuckte um 19 Uhr die Rucksacktouristen aus, um 20 Uhr einige Camions und um 21 Uhr – wir wagten kaum mehr daran zu glauben – Lukas und seinen Drahtesel. So viel zu chilenischer Schiffsfahrt. Immerhin lernten wir dank unseren holländischen Freunden während der Warterei ein neues Kartenspiel kennen mit dem passenden Namen Shithead… Die Idee, zu sechst in den Nationalpark Torres del Paine zu fahren, mussten wir begraben, aber immerhin reichte es noch für eine gemütliche Hamburgerbrätlerei an der Laguna Sofia.


Studententreff in Patagonien.


Viel Betrieb an der Laguna Sofia.

Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns von Lukas und unser holländisch-schweizerisches Reisegrüppchen holperte den berühmten Torres del Paine im gleichnamigen Nationalpark entgegen. Der Ausflug sollte zum bisher aufregendsten Abenteuer unseres Trips werden. Am Lago Grey erblickten wir als erstes das Opernhaus von Sydney, ob die drüben in Australien es nicht vermissen? Der riesige Eisberg hatte genau dieselbe Form! Dank weiblichem Charme willigten die Parkranger ein, dass Rob sein Zelt trotz Zeltverbot in der Nähe von unseren Fahrzeugen aufschlagen durfte. Leider missachteten am anderen Ufer des Sees vier stupide Touristen das Feuerverbot im furztrockenen Wald, weshalb jeden Augenblick die Feuerwehr auf unserem Parkplatz erwartet wurde. Die Bomberos trafen denn auch ruckzuck ein: Am nächsten Morgen um 6 Uhr! Sie schienen überhaupt nicht gestresst, machten Fotos von sich und unseren exotischen Autos und waren um 8 Uhr, als wir schliesslich aufbrachen, immer noch da. Konnte also nicht so tragisch sein, das mit dem Waldbrand.


Die Cuernos, vorne rechts das Opernhaus von Sydney.


Windsurfen geht hier auch ohne Wasser.

An alle unsere Leser mit schwachen Nerven, jetzt bitte einen Kamillentee trinken oder das nächste Kapitel überspringen!

Für uns alle stand fest, die berühmte fünftägige W-(Völker-)-Wanderung im Park wollten wir uns ersparen, aber zu einem Zweitäger waren alle einverstanden. Die 30 minütige Überfahrt mit dem Katamaran zum Ausgangspunkt riss ein tiefes Loch in unsere Portemonnaies, das Spektakel war dank Orkanböen, Flutwellen und Wassereinbruch schon beinahe das Geld wert. Nett, dass man erst auf der Fähre erfuhr, dass der Wanderweg zum Lago Grey wegen dem Feuer geschlossen sei. Die wissen schon wie zu Geld kommen, die Chilenen. Nachdem wir wiederum gegen gutes Geld unsere Zelte beim Refugio Paine Grande aufgeschlagen hatten, holten wir uns wie es sich als verantwortungsbewusste Wanderer gehört, bei den Rangern Infos zum Wanderweg ins Valle Frances. No problem, no problem hiess es da. Zum ersten Mal hatten wir Rauchgeruch in der Nase, aber hej, das Feuer war ja auf der anderen Seite und meilenweit entfernt. Beim ersten Aussichtspunkt angekommen, machte Barbara wegen dem Knie wie abgemacht kehrt, ein 8-stünder ist einfach noch zu viel des Guten. Didier und Bram entschieden sich mitzugehen, während Anouk und Rob noch bis ganz nach oben wollten. Während der Rückkehr überholte uns ein Päärchen im Stechschritt und erklärte uns, das Refugio Paine Grande würde soeben evakuiert und die letzte Fähre gehe um 18 Uhr. Wir staunten, evakuiert man in Chile nach dem regulären Fahrplan? Eins war klar, bis um sechs würden wir es eh nicht schaffen, und etwa eine Marschstunde hinter uns waren noch Anouk und Rob. Wir nahmen es mit Humor, dann Galgenhumor, und irgendwann versiegte auch dieser. Eingehüllt in dickem Rauch brannten Augen und Lungen, unsere Schritte wurden schneller, die Blicke abwechselnd rechts zum Brand oder nach vorne und hinten gerichtet. Links war der See, das Feuer durfte uns nicht einschliessen! Endlich, wir erreichten den Campingplatz, aber unsere Zelte und das Gepäck waren weg, Scheisse! Beim Refugio herrschte Chaos, die vermeintlich letzte Fähre war gerade am Ablegen. Bram weigerte sich mitzugehen, wir blieben bei ihm. Zuerst mussten wir wissen, wo Anouk und Rob waren. Wurden sie wirklich beim Campamento Italiano aufgehalten, so wie die Ranger sagten? Warum aber wurden wir nicht aufgehalten? Geht denn tatsächlich niemand den Weg ab um sicherzustellen, dass keine Personen mehr unterwegs sind? Warum ist kein Ranger fähig, sich per Funk im Campamento Italiano über den Verbleib von Anouk und Bram zu informieren? Wenn Bram sagte, seine Freundin sei 1.80 Meter gross, dann funkten sie 1.50, wenn er sagte, die Vermissten seien Holländer, dann funkten sie Schweizer etc. etc. Es war zum Verzweifeln. Während Bram und Didier in der Rangerstation schier eine Schlägerei anzettelten, versuchte Barbara ihr Glück bei einer hilfsbereiten Angestellten des Refugios. Doch auch hier: Funkstille. Immerhin kriegte sie Staubmasken gegen die Asche, und auch die Zelte und das Gepäck konnten aus einem grossen Materialhaufen gerettet werden. Der Rauch, beim Refugio anfangs noch erträglich, wurde immer dichter. Nach fast zwei Stunden kam endlich die Fähre zurück, gleichzeitig sagte man uns, Anouk sei sicher im Campamento Italiano. Stimmte das, oder wollte man uns nur ruhigstellen? Bleiben war keine Option, zusammen mit den Angestellten wurden wir als letzte evakuiert, das Refugio verschwand in orangem Dunst. Auf dem Boot herrschte bei den meisten Freude über die Rettung, bei anderen rannen die Tränen. Verzweiflung wegen dem verlorenen Job, der verlorenen Existenz? Angst um andere Menschen, so wie bei uns? Wir wussten es nicht, aber Barbara hätte dem schamlos fotografierenden Fotografen am liebsten die Kamera zertrümmert. Zurück bei den Autos fuhren wir zur nächsten Rangerstation, aber auch die dort erhaltenen Infos schienen uns viel zu wässrig als dass sie beruhigten. Wir verbrachten eine kurze und schlaflose Nacht auf dem Parkplatz vom Hotel Torres. Um 6 Uhr wollte Bram los, um Anouk und Rob von der anderen Parkseite her entgegenzulaufen, um sicher zu sein, dass seine Freundin wohlauf war. Didier ging mit, während Barbara bei den Autos wartete. Um 10 Uhr hatten sich die vier unterwegs getroffen, um 15 Uhr waren wir alle wieder vereint bei den Autos, endlich konnte auch Barbara aufatmen. Was für eine Erleichterung! Wir erfuhren die Geschichte von Anouk und Rob; ein Guide hatte sie unterwegs aufgesammelt und ihnen mitgeteilt, dass ein Weitergehen lebensgefährlich war. Daher blieben sie über Nacht im Campamento Italiano, wurden von hilfbereiten Menschen aufgenommen und mit Essen und einem Plätzchen im Zelt versorgt. Was sie nicht wussten war, ob wir es geschafft hatten. Also versuchten auch sie Mithilfe eines überforderten Rangers und eines hilfsbereiten Guides verzweifelt, mit uns in Kontakt zu kommen, vergebens. Auch für Anouk und Rob war es eine schlaflose Nacht.


Ankunft beim Campamento: Zelte weg, Rauch da.


Endlich auf dem Schiff. Letzter Blick auf Refugio und Rangerhäusschen, beide werden in Flammen aufgehen.

Wir fuhren so schnell wie möglich weg aus dem Park und richteten unser Lager an der Laguna Azul ein. Nach dem Abendessen war es an der Zeit, die zehn Monate alte „Wir-haben-gerade-ein-wahnsinns-Abenteuer-überlebt-Ovomaltineschokolade“ von Familie Etter aus der Kühlbox zu holen. Barbara erzählte die Geschichte dazu, dann haben wir sie verspiesen, die Überlebens-Ovoschoggi. Danke liebe Etters, die Schoggi war herrlich! Auf das Waldbrandabenteuer hätten wir aber gerne verzichtet. Der Abend verging im Nu, immer wieder diskutierten wir über die Vorkommnisse, man merkte richtig, wie alle fünf das Erlebte verarbeiten mussten. Völlig auf den Felgen wollten wir uns früh zur Ruhe legen, da sahen Anouk und Bram orange Wolken am Himmel, die immer dunkler und dunkler wurden. An der folgenden Krisensitzung wurde mit Karte und Kompass die Distanz zum Feuer errechnet, Windrichtung und –Stärke einbezogen und schliesslich beschlossen, alle zwei Stunden die Lage anhand von klar definierten Regeln zu analysieren. Mit Schlaf nachholen war nichts, wenigstens holte uns auch das Feuer nicht ein. Nachdem am folgenden Morgen Mechaniker Rob zusammen mit Bram und Didier den Pfusbus unter die Lupe genommen hatten, machten wir uns auf in Richtung argentinische Grenze, erneut mit Rauchgeruch in der Nase. Die Rauchwolke von riesigem Ausmass zog sich durchs ganze Tal. Beim Grenzposten nahmen wir schweren Herzens Abschied voneinander, die drei Holländer zogen weiter nach Norden, wir wollten gegen Süden. Eins ist sicher: Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Europa, ob mit oder ohne Robusto!


Abenteuer mit Happy End!


Bald olympisch: Synchronkochen mit Anouk und Barbara.


Buschmechanik mit Rob und Bram (unter Auto).

Wir wollten nur noch eins: So schnell wie möglich so viel wie möglich schlafen! Also fuhren wir zum altbekannten Hamburger Hill, immerhin fast 100 km vom Waldbrand entfernt, und verkrochen uns dort in unsere Schlafsäcke. Geschlafen haben wir mehr schlecht als recht, und beim Frühstücken zogen die ersten Rauchschwaden über die Hügel, das durfte doch nicht wahr sein! Also nichts wie los nach Puerto Natales: Einkaufen, Tanken, mit den Eltern skypen und dann so weit wie möglich weg. Von Rauch und Feuer hatten wir endgültig die Nase voll. An der Magellanstrasse fanden wir ein wunderbar einsames Pfusplätzchen, das Silvestermenu bestand aus Pasta und einem Glas Wein und lange bevor die Uhr Mitternacht schlug, waren wir eingenickt. Im neuen Jahr sind wir trotzdem gut angekommen, und das erst noch einigermassen ausgeruht.


Silvesterstimmung an der Magellanstrasse.


Die Könige der Pinguine.

Trotz vollem Einsatz taugten die von anderen Reisenden erhaltenen Tipps, um gratis Königspinguine zu sehen nichts und wir fanden uns mit gezücktem Portemonnaie vor einem eingezäunten Grundstück wieder. Die Besitzerfamilie verdient sich mit den Pingus ein goldenes Näschen, entschieden sich die 46 Königspinguine vor zwei Jahren gerade ausgerechnet für diesen Flecken Erde. Im Moment brüten 6 Päärchen je ein Ei aus. Während die Mama sich zwei Wochen lang im Meer den Bauch füllt, wärmt der Papa das Ei, dann wird gewechselt. Gleichberechtigung nennt man das wohl.

In Rio Grande mussten wir mit dem Pfusbus zum Toyotadoktor (für Experten: Ein Radlager musste angezogen werden), füllten Tank, Kühlbox und Vorratskammer und weiter ging es flott Richtung Süden. Die Pampa wich Bäumen und Bergen und nach unzähligen Holperkilometern war der Weg plötzlich fertig und es war vor uns, das Ende der Welt (=der südlichste per Auto erreichbare Punkt). Wie es aussieht? Ein Häusschen der Küstenwache und ein Fussballtor! Die drei netten Navy-Señores winkten uns sofort herein, zeigten uns die vorsintflutlichen Arbeitsgeräte und erklärten ihren Job, während auf dem riesigen Flachbildschirm Johnny Depp gerade am Seeräuberlis spielen war. Auf unsere Frage betreffend Übernachtungsplatz meinten sie sofort, natürlich dürft ihr unten am Strand campen, und Feuer machen dürft ihr auch. Wir dankten herzlich fürs erste Angebot und schlugen das zweite bestimmt aus. Feuer? Nein Danke!


Sepp Blatter hätte seine Freude: Am Ende der Welt, ein Fussballtor.


Offensichtlich, woher der Wind hier weht.


Abendstimmung am Arsch der Welt.

Das Pfusplätzchen direkt am Beaglekanal war trotz gelegentlichen Regenschauern wunderschön. Am nächsten Tag schien pünktlich zum Frühstück die Sonne, wir genossen Brötchen und Rührei am Strand während zwei Delphine sich ein paar Meter weiter draussen im Meer die Bäuche vollschlugen. Am nächsten Morgen wiederholte sich das Schauspiel, herrlich. Zur Abwechslung statteten wir der Estancia Harberton einen Besuch ab, der ältesten von Weissen gegründeten Siedlung in Feuerland. Die Führungen, eine über die Siedler aus England, eine über die Meeresbewohner, waren interessant und auch geruchlich abwechslungsreich, besuchten wir doch nebst dem Garten und der Schreinerei auch das Knochenputzhaus. Dort werden die Überreste von angeschwemmten Tieren gesäubert, um dann von Biologen im Labor untersucht zu werden. Die in alten Lebensmittelkartons gelagerten Wal-, Delphin- und Pinguinreste boten doch eher einen makaberen Anblick. Am nächsten Morgen fühlte sich die Temperatur gefährlich nah an der Nullgradgrenze an, und ehe wir uns versahen, kämpfte sich der Pfusbus durch einen ausgewachsenen Schneesturm. Wir fanden, das ging ein bisschen zu weit, lieber Petrus! Jetzt hocken wir in Ushuaia und warten auf besseres Wetter. Am Ende der Welt weiss man eben nie was passiert…

Liebe Grüsse in die ganze Welt, Barbara und Didier


Responses

  1. Happy newyear … take care !
    Romain

  2. Hola!Hallo Ihr Zwei!Ihr habt ja wunderbare Abenteuer.Es macht richtig Spaß Eure Berichte zu lesen. Wir sind jetzt auch schon im Reisefieber und unsere Vorbereitungen laufen. Am 06.Juli starten wir dann in Moskau…so der Plan…
    Wir hoffen euch vorher bei uns begrüßen zu dürfen ( Bacardi!). Wir wünchen Euch noch spannende Abenteuer und genießt einfach weiter Eure Zeit! Gaaaaanz liebe Grüße André & Jörg


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